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"Keiner sprach sein Beileid aus": Dianas Mutter sprach erstmals über Tod der Tochter

"Keiner sprach sein Beileid aus" : Dianas Mutter sprach erstmals über Tod der Tochter

London (dpa). Frances Shand Kydd (63), die Mutter von Prinzessin Diana, hat erstmals öffentlich über den Tod ihrer Tochter vor drei Jahren gesprochen. Dem "Daily Express" (Samstag-Ausgabe) sagte sie, kein einziges Mitglied der Königsfamilie habe sie je angerufen, um ihr sein Beileid auszusprechen.

Sie sei nach dem Unfalltod ihrer Tochter auch nicht gebeten worden, mit nach Paris zu fliegen, um Dianas Leichnam nach England zu überführen. Ebenso wenig sei sie an den Vorbereitungen zur Beerdigung beteiligt worden.

"Ich wusste schon eine Stunde, bevor es bekannt gegeben wurde, von ihrem Tod", sagte Shand Kydd. "Das Protokoll erforderte es, dass Staatsoberhäupter zuerst informiert wurden. Dadurch bin ich in der seltsamen Situation gewesen, dass ich eine Stunde lang wusste, dass sie tot war, ohne einen Freund anrufen zu können. Ich saß vor dem Fernseher und dachte: 'Kommt jetzt, erzählt es endlich!'"

Verbittert äußerte sich Shand Kydd über Dianas Therapeuten. Sie hätten ihr eingeredet, dass sie ein unerwünschtes Kind gewesen sei, weil ihre Eltern lieber einen Jungen gehabt hätten. Das sei "wirklich grausam" gewesen, sagte sie. Diana verlebte nach eigenen Angaben eine unglückliche Kindheit: Ihr Vater, der Earl of Spencer, schlug Frau und Kinder, erzwang nach der Trennung aber dennoch, dass die Kinder bei ihm blieben.

(RPO Archiv)