Zweiter Unfall in einer Woche: Zwei Tote und Verletzte bei Busunglück auf A8

Zweiter Unfall in einer Woche: Zwei Tote und Verletzte bei Busunglück auf A8

Kempten (RPO). Bei einem Unfall mit einem Reisebus sind am Sonntagmorgen auf der Autobahn 8 in Bayern zwei Menschen getötet und viele verletzt worden. Der Bus kam aus Baden-Württemberg und war mit 50 Personen besetzt. Wegen Rettungs- und Bergungsarbeiten ist die Autobahn bei Elchingen in beiden Richtungen gesperrt.

Erst am Freitag war es auf dieser Autobahn bei Augsburg zu einer Massenkarambolage gekommen. Mehr als 100 Fahrzeuge waren zusammengestoßen. Bei drei von Nebel und Glätte ausgelösten Unfallserien wurde eine Person getötet und 60 Menschen verletzt.

Bei dem Unfall am Sonntagmorgen bei Ulm wurden mindestens 16 Reisende schwer verletzt, eine 53-jährige Frau schwebte in Lebensgefahr, wie die Polizei Kempten mitteilte. Der Bus mit einer 49-köpfigen Reisegruppe aus Baden-Württemberg und zwei Busfahrern war auf dem Weg nach Istrien. Nach ersten Erkenntnissen kam er nach einem Fahrfehler von der Fahrbahn ab, nachdem der Fahrer vermutlich vom Hustenanfall eines Passagiers abgelenkt worden war.

Der Doppeldecker-Bus geriet gegen 06.10 Uhr zwischen den Anschlussstellen Ulm-Ost und Oberelchingen in Fahrtrichtung München nach rechts von der Straße ab und stürzte eine etwa zwei Meter hohe Böschung hinunter. 50 Meter weiter blieb er auf der Seite liegen. Mehrere Personen wurden im Bus eingeklemmt.

Bei den beiden Toten handelt es sich um einen Mann und eine Frau, Auskünfte zu Alter und Herkunft wurden erst am späten Abend nach der Identifizierung durch Angehörige erwartet. Die Schwerverletzten wurden mit zehn Rettungshubschraubern in verschiedene Krankenhäuser in Bayern und Baden-Württemberg geflogen. Die mehr als 20 Leichtverletzten wurden zunächst an einem nahe gelegenen Rastplatz medizinisch versorgt, außerdem wurden sie von Kriseninterventionsteams betreut. Die Fahrgäste waren bis zu 88 Jahre alt und waren an verschiedenen Orten der Reiseroute zugestiegen.

An den Rettungsarbeiten waren zehn Hubschrauber von Rettungsdienst und Polizei sowie zahlreiche Krankenwagen und etwa 150 Feuerwehrmänner beteiligt. Die Ermittlungen zu Unfallursache und -hergang dauerten an, auf Wunsch der Staatsanwaltschaft Memmingen wurde ein Unfallgutachter hinzugezogen. Die Autobahn musste für zwei Stunden in beide Fahrtrichtung komplett gesperrt werden, gegen 13.15 Uhr konnte auch die Sperrung in Fahrtrichtung München wieder aufgehoben werden.

(DDP/rm)