Zoll im Großeinsatz Bundesweite Razzien wegen Schwarzarbeit auf dem Bau

Berlin · Die deutschen Zollbehörden haben heute einen deutschlandweiten Großeinsatz gegen Schwarzarbeit auf Baustellen durchgeführt und dabei knapp 100 Objekte im ganzen Land durchsuchen lassen. Es ging unter anderem um Schleuserei, Veruntreuung von Löhnen und Steuervergehen.

 Der Zoll stellte am Dienstag knapp 300.000 Euro in Bargeld sicher.

Der Zoll stellte am Dienstag knapp 300.000 Euro in Bargeld sicher.

Foto: Zoll

Bei Ermittlungen gegen Schwarzarbeit auf dem Bau hat die Augsburger Staatsanwaltschaft am Dienstag rund 100 Objekte in ganz Deutschland durchsuchen lassen. Drei Hauptbeschuldigte seien mit Haftbefehl festgenommen werden. Ihnen werde gewerbs- und bandenmäßige Einschleusung von Ausländern sowie das Vorenthalten und Veruntreuen von Löhnen im besonders schweren Fall vorgeworfen, teilten Staatsanwaltschaft und Zoll in Augsburg mit. Über fingierte Werkverträge mit Firmen in Serbien und Slowenien sei Personal rekrutiert und bundesweit auf großen Baustellen eingesetzt worden.

Gegen derzeit 14 Beschuldigte werde wegen des Verdachts auf Vorenthalten und Veruntreuen von Sozialversicherungsbeiträgen im besonders schweren Fall ermittelt. Das Amtsgericht Augsburg habe Arrestanordnungen über Vermögenswerte von 8,2 Millionen Euro erlassen.

Bei den Razzien waren 870 Beschäftigte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit und von Hauptzollämtern im Einsatz. Es seien knapp 300.000 Euro in bar sichergestellt worden, hieß es. Um die noch andauernden Ermittlungen nicht zu gefährden, würden keine weiteren Angaben gemacht.

(th/dpa)