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Angriff in Bad Münstereifel: Wütende Pilzsammler fahren Förster an

Angriff in Bad Münstereifel : Wütende Pilzsammler fahren Förster an

Gierige Pilzsammler haben in Bad Münstereifel einen Förster angefahren und verletzt. Die Pilzsucher hatten mehr Steinpilze ergattert als erlaubt, berichtete die Polizei in Euskirchen. Darauf angesprochen reagierten sie ausgesprochen aggressiv, einer zückte sogar ein Messer.

Am Sonntag kam es in Bad Münstereifel zu einer heftigen Auseinandersetzung zwischen Pilzsammlern und einem Forstbeamten. Zeugen hatten den Förster darauf aufmerksam gemacht, dass vier Männer in seinem Forstbezirk große Mengen an Steinpilzen gesammelt hatten.

Tatsächlich zeigte sich, dass die Männer deutlich mehr als die erlaubten zwei Kilogramm pro Person geerntet hatten. Als der Förster die Pilzsammler deswegen zur Rede stellte, zeigten sich die Männer ausgesprochen uneinsichtig und aggressiv, teilte die Polizei mit.

Nachdem sich der Förster die Personalien eines der Missetäter notiert hatte, nahm einer der Sammler ein Messer in die Hand und wollte laut Zeugenaussagen die Reifen des Wagens des Försters zerstechen, berichtet der "Kölner Stadtanzeiger" auf seiner Internetseite. Davon konnten ihn seine Begleiter aber abbringen.

Als der Förster sich von den Männern abwandte, um zu seinem Wagen zu gehen, sei der Pilzsammler mit dem Messer mit seinem Wagen, in dem auch die drei Begleiter saßen, auf den Forstbeamten zugefahren. Der Förster wurde auf die Motorhaube katapultiert und stürzte seitlich zu Boden. Noch während er sich aufrappelte, habe der Mann seinen Wagen mit einem Reifen genau auf dem Fuß des Försters geparkt und fuhr erst weg, als der Förster lautstark schrie.

Zeugen riefen die Polizei, die von allen vier Pilzsammlern die Personalien aufnahm und nun wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Der Förster wurde dem Bericht nach nur leicht verletzt und wollte eigenständig einen Arzt aufsuchen.

(jre)