Wetterwarnung: Behörden erwarten Sturmflut an Nordsee-Küste

Wetterwarnung : Behörden erwarten Sturmflut an Nordsee-Küste

Während der Deutsche Wetterdienst vor schweren Schneefällen in Ostdeutschland warnt, droht der deutschen Nordseeküste eine Sturmflut.

Deswegen bereitet sich die niedersächsische Nordseeküste auf Sturm und deutlich erhöhte Wasserstände vor. Für Dienstag sei mit einer Sturmflut zu rechnen, teilte der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) am Montag im ostfriesischen Norden mit. Strände, Vorländer und Hafenflächen können unter Wasser stehen. Mit erhöhten Wasserständen sei schon in der Nacht zu Dienstag und in den frühen Morgenstunden zu rechnen. Auf den ostfriesischen Inseln und auf dem Festland würden Vorbereitungen für eine Sturmflut getroffen. Wegen der nach wie vor in der Nordsee treibenden Container des Frachters „MSC Zoe“ halten die NLWKN-Experten auch Treibgut im Blick. Weitere Anlandungen auf Borkum, Juist und Norderney seien durchaus denkbar.

Die niederländische Fluggesellschaft KLM hat wegen des für Dienstag erwarteten Sturmes vorsorglich mindestens 159 europäische Flüge vom Amsterdamer Flughafen Schiphol gestrichen. Bei heftigem Wind könne nur eine Start- und Landebahn genutzt werden, teilte KLM am Montagabend mit. Der Flughafen Schiphol warnte vor Verspätungen und Annullierungen auch bei anderen Fluggesellschaften am Dienstag. Nach Angaben von KLM wurden alle betroffenen Passagiere informiert und auf andere Flüge umgebucht. Der niederländische Wetterdienst hatte für die Nacht zum Dienstag starken Wind mit Sturmböen vorhergesagt.

Derweil warnt der DWD vor ergiebigem Schneefall in Sachsen, die örtlich zu Verwehungen und Schneebruch führen könnten. Betroffen seien von Dienstag- bis Donnerstagmittag voraussichtlich der Erzgebirgskreis, das Bergland im Landkreis Mittelsachsen, die höheren westelbischen Lagen im Kreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, der Kreis Zwickau, die Stadt Chemnitz und das Bergland im Vogtlandkreis. Von Dienstagmittag an werde es auch im Tiefland schneien, prophezeiten die Meteorologen am Montag. Innerhalb von 48 Stunden könne es 40 bis 60 Zentimeter Neuschnee geben, in Staulagen sogar rund 70 Zentimeter.

(felt/dpa)
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