Wetter über Pfingsten: Es bleibt heiß und gewittrig in Deutschland und NRW

Wetter über Pfingsten : Es bleibt heiß und gewittrig in Deutschland – Waldbrandgefahr steigt

Auf Hitze folgt Regen. Klingt erfrischend? Extreme Wetterlagen haben Deutschland fest im Griff. Es werden wieder Höchsttemperaturen erwartet – und starke Niederschläge, Hagel, Blitz, Donner am Abend.

Das Wetter zeigt sich klassisch sommerlich in seinen Extremen zwischen strahlendem Sonnenschein, Hitze und Gewittern. Für Teile Deutschlands wurden am Mittwoch die höchsten Temperaturen des noch jungen Sommers erwartet. Landesweit erreichen die Temperaturen laut Prognose des Deutschen Wetterdienstes (DWD) voraussichtlich 29 bis 36 Grad. Das übersteige noch einmal den Höchstwert vom vergangenen Sonntag, sagte ein DWD-Sprecher am Morgen.

Den Tag über bleibe es heiter und sonnig, am Abend könne es dann örtlich zu erheblichen Niederschlägen kommen. Neben Blitz und Donner können auch Hagel und Starkregen niederprasseln und für Abkühlung sorgen. Die Gewitter sollten der Vorhersage zufolge ab Mittwochnachmittag von Frankreich in den Westen und Südwesten Deutschlands ziehen. Auch Tornados schloss der DWD nicht aus.

In der Nacht zum Mittwoch verursachte im münsterländischen Bocholt ein schwerer Sturm erhebliche Schäden. Der DWD stufte das Unwetter als mittelstarken Tornado ein. Die Experten gehen davon aus, dass der senkrechte Wirbelwind Windgeschwindigkeiten zwischen 181 und 253 Stundenkilometer entwickelt habe, sagte der DWD-Tornadobeauftragte Andreas Friedrich.

Hitzewarnung für mehrere Bundesländer

Für Teile Baden-Württembergs sowie weite Teile Brandenburgs, Sachsen-Anhalts, Thüringens und ganz Sachsen gab der DWD eine Hitzewarnung heraus. „Heute legen die Temperaturen im Vergleich zum Vortag nochmal zu“, sagte Peter Zedler vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Leipzig. In Brandenburg ist die Waldbrandgefahr wieder sehr hoch. In 13 von 14 Landkreisen galt am Mittwoch die höchste Gefahrenstufe 5, wie das Potsdamer Umweltministerium mitteilte.

„Brandenburg ist der Hotspot Europas“, sagte DWD-Sprecher Andreas Friedrich. Selbst in Andalusien oder der Türkei gebe es keine vergleichbaren Werte. Die Temperaturen sollten demnach auf bis zu 36 Grad steigen. Erst am Donnerstagmittag seien kräftige Schauer und Gewitter möglich.

Mit bis zu 34 Grad könnte es laut DWD auch in Hessen der bislang heißeste Tag des Jahres werden. Schwülwarme Subtropik-Luft bringt tagsüber viele Menschen auch an Rhein, Mosel und Saar ins Schwitzen. Allerdings werde es hier nicht ganz so heiß wie an den Vortagen. Die Höchsttemperaturen steigen auf 26 Grad in der Eifel und 33 Grad in der Vorderpfalz. Zum Abend hin werden auch in Rheinland-Pfalz und dem Saarland dann kräftige Gewitter erwartet.

Donnerstag bleibt meist trocken

„Das Unwetterpotenzial steigt zum Abend hin an“, sagte Meteorologe Robert Hausen vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach. Demnach zieht eine Kaltfront von Südwesten auf und bringt neben Blitzen und Donner örtlich auch Hagel und Starkregen mit bis zu 30 Litern Niederschlag pro Quadratmeter innerhalb kurzer Zeit. Sturmböen seien auch möglich. Mit dem Durchzug der Kaltfront gehen die Temperaturen zurück auf 16 bis 20 Grad. Nach dichter Bewölkung zeigt sich hier am Donnerstag dann immer öfter die Sonne, es bleibt meist trocken.

Am Donnerstag muss gegen Nachmittag östlich der Elbe mit kräftigen und teils unwetterartigen Gewittern gerechnet werden. Dadurch sinke die Waldbrandgefahr, für Allergiker werde der Aufenthalt im Freien erträglicher, erklärte DWD-Meteorologe Robert Hausen. Für das Pfingstwochenende ist dann angenehmes Sommerwetter in Sicht: Sonne und Wolken wechseln sich bei etwa 25 Grad ab, es bleibt meist trocken.

Wetter zum Wochenende wechselhaft

Auch das Wochenende bringt keinen wirklichen Wetterwechsel. Am Freitag zieht laut DWD von Westen her ein neues Tiefdruckgebiet nach Deutschland, das warme und feuchte Luft aus Südeuropa und Nordafrika ansaugt. Daraus entstehen neue Gewitter, die von Westen her übers Land ziehen. Etwas kühler könnte in Teilen Deutschlands der Samstag werden. Spätestens Montag, so der DWD-Sprecher, komme dann aber die Hitze nach Deutschland zurück.

(zim/dpa)
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