Wetter: Minus 30,5 Grad ist Kälterekord auf der Zugspitze

Kälteste Nacht des Winters: Minus 30,5 Grad ist Kälterekord auf der Zugspitze

Der gesamte Winter war überwiegend mild, doch er hat sich mit Kälterekorden verabschiedet: Auf der Zugspitze fiel die Temperatur in der Nacht zum Dienstag auf minus 30,5 Grad Celsius und damit auf den niedrigsten jemals Ende Februar gemessenen Wert.

Die Nacht zum Dienstag war insgesamt in Deutschland die kälteste Nacht des Winters. Im Süden Bayerns oder im Norden Hessens wurden laut Deutschen Wetterdienst Temperaturen von minus 17 Grad gemessen. Auch bis zum meteorologischen Frühlingsanfang am Donnerstag soll es bitterkalt bleiben. Zum Wochenende erwarten die Meteorologen wieder mildere Temperaturen.

Der Wetterdienst beobachtete allerdings insgesamt im Dezember, Januar und Februar einen "milden, niederschlagsreichen und sonnigen Winter mit eisigem Finale". Im Dezember und Januar war es meist mild und regnerisch. Die Durchschnittstemperatur lag im Winter mit 1,6 Grad um 1,2 Grad über dem international gültigen Referenzwert im Zeitraum von 1961 bis 1990.

Ende Februar habe sich dann aber "nochmals ein Schwall eisiger Kaltluft aus dem Osten und Nordosten Europas" auf den Weg nach Deutschland gemacht, erklärte der Wetterdienst.

Vor allem die eiskalten Nächte können auch gefährlich werden. In Europa starben bereits mindestens zehn Menschen in der Kälte. In Kassel fanden Polizisten in der Nacht zum Dienstag an einer Bushaltestelle eine vermisste und völlig durchgefrorene 75-jährige Frau. "Ein noch längerer Aufenthalt in der strengen Kälte wäre für sie mit Sicherheit lebensbedrohlich geworden", erklärte die Polizei.

Auf der Zugspitze wurden minus 30,5 Grad Celsius gemessen. Foto: dpa, kne pzi sja

Kältewelle ist für Vögel lebensbedrohlich

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Auch Tieren macht die klirrende Kälte zu schaffen. Experten mahnten, dass angesichts der eisigen Temperaturen Vögel neben Futter auch Wasser brauchen. Für Vögel sei die Kältewelle lebensbedrohlich, erklärte die Deutsche Wildtierstiftung. In einer einzigen Frostnacht verbrennt ein kleiner Vogel von der Größe einer Meise demnach bis zu 20 Prozent seines Körpergewichts.

Da natürliche Wasserquellen wie Pfützen zugefroren sind, sollte Vögeln nicht nur Futter, sondern auch eine Tränke zum Beispiel in einem Blumenuntersetzer bereit gestellt werden. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass der Wasserstand etwa zwei bis drei Zentimeter hoch ist und nicht gefriert.

In die nahrungsarme Winterzeit fällt in den kommenden Wochen zudem die energieaufwändige und anstrengende Balz- und Brutzeit. Energie in Form von pflanzlichen Fetten aus Nüssen und Samen helfen der Stiftung zufolge den Vögeln über die eisigen Tage.

Auch aufgeschnittenes Obst, Beeren und Rosinen sind besonders für Amseln und Rotkehlchen ein willkommener Happen. "Küchenabfälle und Speisereste sind dagegen absolut tabu - Vögel sind keine Müllschlucker", warnten die Experten.

(gaa)