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Weniger Apotheken in Deutschland: Arzneimittelversorgung bleibt gesichert

Flächendeckende Arzneimittelversorgung nicht gefährdet : Zahl der Apotheken in Deutschland geht weiter zurück

350 Apotheken wurden in Deutschland im verganenen Jahr geschlossen – so viele wie nie zuvor. Die Apothekerverbände kritisieren den Bundestag, weil der ein Gesetz zur Stärkung der Vor-Ort-Apotheken noch nicht beschlossen habe.

In Deutschland ist die Zahl der Apotheken im vergangenen Jahr erneut gesunken. Rund 19.000 Filialen waren Ende 2019 noch registriert, wie die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (Abda) am Dienstag mitteilte. Das waren knapp 350 Apotheken weniger als im Jahr davor. „Der Rückgang ist der bislang höchste in einem Kalenderjahr verzeichnete“, hieß es. Auch die Zahl der Inhaber habe abgenommen: um etwas mehr als 400 auf rund 14.470.

Die Bundesvereinigung kritisierte, dass ein vom Kabinett beschlossenes Gesetz zur Stärkung der Vor-Ort-Apotheken nach wie vor nicht vom Bundestag beschlossen worden sei. „Dafür wird es jetzt höchste Zeit.“ Der Entwurf der Regierung sieht demnach unter anderem eine Absicherung für einheitliche Preise bei rezeptpflichtigen Arzneimitteln vor, die die Verbände fordern.

Die Zahl der Betriebe gehe seit zwölf Jahren zurück. Die Apothekendichte liegt laut Abda bei 23 Filialen pro 100.000 Einwohner „und damit deutlich unter dem EU-Durchschnitt.“ Die flächendeckende Arzneimittelversorgung von Patienten sei indes nicht gefährdet.

(c-st/dpa)