Weinseliger Waschbär torkelt über Erfurter Weihnachtsmarkt

„Kein Happy End“ : „Betrunkener“ Waschbär torkelt über Erfurter Weihnachtsmarkt und wird von Jäger erschossen

Kurioser Einsatz auf dem Erfurter Weihnachtsmarkt: Ein offensichtlich betrunkener Waschbär hatte sich unter die Gäste gemischt und dann die Feuerwehr beschäftigt.

Tragisches Ende eines Ausflugs in die Erfurter Innenstadt. Ein wohl betrunkener Waschbär ist über den Erfurter Weihnachtsmarkt getorkelt und anschließend von einem städtischen Jäger erschossen worden. Das kleine Tier mit dem buschigen Schwanz sei „offensichtlich alkoholisiert“ gewesen, sagte ein Sprecher der Polizei am Sonntag.

Sicherheitsleute hätten sich zuerst um den Waschbären gekümmert, wie die „Bild“-Zeitung berichtete. Zuerst hieß es, Feuerwehrleute hätten das Tier nach dem Vorfall am Samstag schließlich ins Tierheim gebracht. Doch der Fall stellt sich anders da. Wie „Bild“ und „Thüringische Allgemeine“ berichten, soll das Tier vom Stadtjäger erschossen worden sein. Das Tierheim der Stadt schrieb auf Facebook: „Leider nahm die Geschichte vom betrunkenen Waschbären kein Happy End. Der Stadtjäger nahm ihn mit und erschoss ihn.“ In Thüringen dürfen Waschbären das ganze Jahr bejagd werden, die Tiere stehen nicht unter Naturschutz.

Ein ähnlicher Fall sorgte bereits im Sommer 2018 für Schlagzeilen: Damals lasen Polizisten zwei beschwipste Igel in der Nähe des Doms auf. Die Tiere hatten sich wohl an einer weggeworfenen Flasche Eierlikör gütlich getan. Im Zoo wurden die stacheligen Trinker anschließend aufgepäppelt.

(mja/dpa)