Adventsstimmung für wenig Geld Der Weihnachtsmarkt zu Hause

Düsseldorf · Bei teilweise mehr als fünf Euro pro Tasse Glühwein auf Weihnachtsmärkten will nicht bei allen Adventsstimmung aufkommen. Warum also nicht den Weihnachtsmarkt nach Hause verlegen? Wir geben Tipps, wie das gelingt.

Wer nicht zum Weihnachtsmarkt will, sei es wegen des knappen Geldbeutels oder der Angst vor einer Corona-Ansteckung, der kann es sich auch zu Hause weihnachtlich machen.

Wer nicht zum Weihnachtsmarkt will, sei es wegen des knappen Geldbeutels oder der Angst vor einer Corona-Ansteckung, der kann es sich auch zu Hause weihnachtlich machen.

Foto: istock

Wirklich günstig war der Besuch auf dem Weihnachtsmarkt vermutlich schon lange nicht mehr. Warum also nicht den Weihnachtsmarkt nach Hause holen? Mit Familie, Freunden oder den Nachbarn lässt sich auch mit wenig Geld eine gemütliche Atmosphäre daheim schaffen, bei der die Tasse Glühwein viel weniger ins Budget schneidet. Wir geben ein paar Tipps, wie sich so ein Adventsfest gestalten lässt.

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1. Die Dekoration

Gerade an Weihnachten hängt viel von der wohligen Stimmung davon ab, wie liebevoll alles geschmückt ist. Sanfte Lichter und sorgfältig ausgewählte Details sorgen dafür, dass die Gäste den Weihnachtsmarkt in der Stadt gar nicht erst vermissen. Dabei muss die Dekoration nicht teuer sein, gerade in der Vorweihnachtszeit gibt es Lichterketten, Baumkugel und Co. oft für wenig Geld beim Discounter. Und wer sich in die Natur wagt, findet im Wald mit Tannenzweigen, Moos und Tannenzapfen kostenlose Dekoelemente. Im Ofen langsam getrocknete Zitrusscheiben riechen weihnachtlich und machen als Girlanden aufgehängt viel her. Hauswände, egal ob drinnen oder draußen, können mit Stoffbahnen abgehängt werden, das ist gemütlicher. Und: Den Ort der Feier nicht zu groß wählen, eine Garageneinfahrt oder ein großer Balkon können genügen. Wird es zu weitläufig, geht viel Stimmung verloren. Und heiße Getränke schmecken ohnehin dann am besten, wenn es draußen richtig kalt ist.

2. Die Getränke

Der Klassiker Glühwein, egal ob Rot, Weiß oder Rosé, darf auch beim Weihnachtsmarkt zu Hause nicht fehlen. Günstiger, fertig gekaufter Glühwein ist nur oft sehr süß und wenig gewürzt. Mit Zimtstangen, Anis und Nelken kann man da nachhelfen, Orangenscheiben geben Frische. Einfach alles im Topf mit dem Glühwein heiß ziehen lassen. Wem die gekaufte Variante zu süß ist, verlängert sie mit normalem Wein, oder setzt den Glühwein direkt selbst an. Auch andere typische Weihnachtsmarktgetränke müssen nicht teuer sein: Tee mit Rum ist schnell serviert, auch heißer Kakao (mit oder ohne Schuss) ist günstiger als so mancher aufwändige Cocktail. Alkoholfrei wird‘s mit heißem Apfelsaft mit Zimt oder einem Fruchtpunsch

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3. Das Essen

Für viele ist es der wichtigste Grund für einen Besuch beim Weihnachtsmarkt: Die verschiedenen Leckereien, die dort angeboten werden. Viele davon sind erstaunlich leicht zu Hause nachzumachen. Was spricht gegen eine Feier im Garten oder im Hof mit Wintergrillen? Auch ein einfacher Waffelteig ist schnell zubereitet, wer die Waffeln im Freien backt, hat außerdem nicht tagelang den Geruch in der Wohnung. Klassiker wie Knoblauch-Pilz-Pfannen, Handbrot oder gebrannte Mandeln sind einfach hergestellt, auch in größeren Mengen. Und wer seine Gäste mit einbinden möchte, kann sie bitten, die liebste Plätzchensorte zu backen und mitzubringen. So bekommt man eine große Vielfalt ohne viel Aufwand.

4. Die Musik

„Last Christmas“ und „All I want for Christmas is you“ kennt so gut wie jeder. Nachdem sie aber oft schon ab Mitte November überall gespielt werden, von der Autowaschanlage bis hin zum Supermarkt, ist die Zeit für etwas Abwechslung reif. Wie wäre es zum Beispiel mal mit internationaler Weihnachtsmusik, fernab von deutschen Klassikern und amerikanischen Hits? „Stille Nacht“ klingt auf französisch zum Beispiel fast wie ein anderes Lied, das „The Beach Boys’ Christmas Album“ bringt Abwechslung in die Musikliste und auch Rock-Fans werden mit Bad Religions Version von „White Christmas“ oder „I won’t be home for Christmas“ von Blink 182 glücklich. Und wenn die Adventsstimmung so gar nicht aufkommen mag, schafft es das irische „Fairytale of New York“ von The Pogues oft, selbst den größten Weihnachtsmuffel zu überzeugen.

5. Das Entertainment

Wer den Weihnachtsmarkt nach Hause verlegt, hat einen entscheidenden Nachteil: Es gibt keine Stände mit Mitbringseln, die durchstöbert werden wollen. Damit es trotzdem nicht langweilig wird, können die Gäste aber auch mit anderen Dingen beschäftigt werden. Wer den geeigneten Ort dafür hat, kann zum Beispiel ein Lagerfeuer machen. Das schafft Stimmung, wärmt und bietet die Möglichkeit, darüber Stockbrot oder Marshmallows zu rösten. Und fast immer findet sich eine Person, die sich freiwillig darum kümmert, dass das Feuer auch den ganzen Abend versorgt ist. Auch nett ist eine geheime Wichtelaktion: Jeder Gast bringt ein kleines Geschenk mit und zieht zu Beginn den Namen eines anderen Gastes. Der Person muss nun das Geschenk möglichst unbemerkt zugesteckt werden. Am Ende des Abends wird geraten, wer von wem beschenkt wurde.

Der Artikel ist 2022 erstmals erschienen, wir haben ihn aber aktualisiert und bieten ihn erneut zum Lesen an.

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