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Wechselhaftes Wetter - Zum Frühlingsauftakt stürmt es

So wird das Wetter : Der Frühling bringt jede Menge Wind mit

Der meteorologische Frühling beginnt an diesem Wochenende, doch das Wetter präsentiert sich überaus durchwachsen. Kühl und stürmisch soll es am Sonntag werden. Zumindest der Samstag hat als meteorologisch letzter Wintertag bessere Bedingungen zu bieten.

Laut Information des Deutschen Wetterdienstes (DWD) überqueren im Verlauf des Freitags Ausläufer eines Sturmtiefs bei Island Deutschland allmählich von West nach Ost. In der Nacht zu Samstag gibt es in der Süd- und Osthälfte weitere Niederschläge. Im Nordwesten und Westen soll es allerdings trocken und die Wolken lockern stärker auf, wobei sich örtlich Nebel bilden kann und bei leichtem Frost stellenweise Glättegefahr besteht.

Am Samstagnachmittag ist zwar in Deutschland mit frischem Wind zu rechnen, größtenteils bleibt es aber trocken. Ganz anders dürfte sich der Sonntag gestalten, an dem gerade in Nordrhein-Westfalen Sturmausläufer mit viel Regen erwartet werden.

Und morgens kann es glatt sein, warnte Wolfgang Reiff vom Deutschen Wetterdienst in Essen. Die Temperaturen schaffen es auch die nächsten Tage nicht über neun Grad. Es bleibt so unbeständig, dass Wetter dürfte sich weiter zwischen Regenschirm und Sonnenbrille präsentieren. Sicher sei nur, was in der nächsten Woche keinesfalls dabei ist: ein Vorgeschmack auf den Frühling.

Winter war zu warm

Wenig Schnee, viel Regen und fast sommerliche Januar-Temperaturen: Der Winter in Deutschland ist deutlich zu mild ausgefallen. Die Durchschnittstemperatur lag nach Angaben des DWD um 1,6 Grad über dem vieljährigen Mittel der Jahre 1961 bis 1990. Diese Zeit dient als internationale Vergleichsperiode. Im meteorologischen Winter 2013/14 war es sogar noch wärmer als diesmal - er war gut drei Grad zu warm gewesen. Für Wetterforscher endet der Winter am Samstag (28. Februar).

Erstmals in Deutschland kletterten die Januar-Temperaturen auf über 20 Grad: Am 10. 1. zeigte das Thermometer in Piding in Oberbayern den fast sommerlichen Rekordwert von 20,5 Grad. Kurz zuvor - am 29.
Dezember - registrierte der DWD in Altheim bei Riedlingen an der oberen Donau mit minus 24,9 Grad den tiefsten Wert dieses Winters.

Meteorologischer Frühling beginnt am 1. März

Der meteorologische Frühling beginnt immer am 1. März. Meteorologen teilen das Jahreszeiten in ganze Monate ein - daher endet der Winter für die Wetterexperten Ende Februar. Der Frühling umfasst März, April und Mai. Für ein solches Vorgehen sprechen vor allem statistische Gründe: Daten - etwa zum Klima - lassen sich besser vergleichen, wenn der Beginn der Jahreszeiten jeweils auf den Ersten eines Monats fällt.

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Neben dem meteorologischen Frühlingsanfang gibt es den astronomischen (kalendarischen), der über den Sonnenstand definiert ist. Die Sonne steht in diesem Jahr am 20. März senkrecht über dem Äquator. Weil Tag und Nacht gleich lang sind, spricht man zum kalendarischen oder astronomischen Frühlingsanfang auch von der Tagundnachtgleiche.

Der phänologische Frühling beginnt an keinem festen Datum. Die Phänologie erfasst den Jahreslauf nach periodisch wiederkehrenden Erscheinungen wie dem Entwicklungsstand der Pflanzen. Laut Duden ist die Phänologie die "Lehre vom Einfluss der Witterung und des Klimas auf die jahreszeitliche Entwicklung der Pflanzen und Tiere".

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(rl)