Anni The Duck beendet Karriere „Ich bin gebrochen und brauche Zeit“

Düsseldorf · Knapp vier Wochen nach den schweren Vorwürfen zweier Influencerinnen zieht Streaming-Star Anni The Duck die Reißleine. In einem Statement auf X kündigte die Mönchengladbacherin das Ende ihrer Online-Karriere an.

Anni the Duck: Cosplayerin, Streamerin auf Twitch
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Das ist „Anni The Duck“

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Foto: Anni The Duck

Knapp sieben Jahre ist es her, dass Anissa Baddour aus Mönchengladbach ihre Karriere als Streamerin und Content-Creatorin „Anni The Duck“ startete. Mittlerweile folgen ihr auf Youtube und Twitch insgesamt über 1,5 Millionen Menschen. Sympathisch, humorvoll und authentisch präsentierte sich die 26-Jährige ihrem Online-Publikum. Sie sprach über Depressionen, ADHS und Schönheitsoperationen, ließ ihre Zuschauer ganz offen an ihrem Leben und ihren Gedanken teilhaben.

Ein Image, das im Mai 2024 zu bröckeln begann. Auf X (ehemals Twitter) veröffentlichte die Influencerin Mowky ein Video, in dem sie Anni schwere Vorwürfe machte. Sie warf der Streamerin emotionalen Missbrauch vor, leide wegen ihr unter Panikattacken und einer Nervenkrankheit. Auch Annis Ex-Freundin Antonia Staab, die in der Streaming-Szene als „Reved“ bekannt ist, schloss sich den Vorwürfen an. Während der Beziehung, die 2022 zerbrach, habe Anni sie manipuliert und vernachlässigt. Auch ihre Katzen habe Anni schlecht behandelt und verwahrlosen lassen. Ihre Fans soll sie als „eklige, schwitzige Scheiß-Fans“ bezeichnet haben.

Wenige Tage später veröffentlichte Anni ein Video auf Youtube, in dem sie zu den Vorwürfen Stellung nimmt. Dennoch verliert sie in kürzester Zeit über 30.000 Follower und zahlreiche Werbedeals. Viele Fans und auch andere Streamer nehmen ihr die Reue nicht ab, sodass Anni am 28. Mai das Ende ihrer Online-Karriere verkündet. „Ich habe Menschen verletzt und war viel zu fokussiert darauf, mich zu erklären, statt die benötigte und erwartete Entschuldigung auszusprechen“, schrieb sie in einem Statement auf X. Sie bemühe sich um Selbstreflexion und stehe in täglichem Austausch mit Therapeuten, um „ein besserer, verständnisvollerer Mensch zu werden“.

(cwi)
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