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Warn-Streik 2017 an Flughäfen in Berlin und Hamburg

Dutzende Ausfälle : Warnstreik an Flughäfen in Berlin und Hamburg

Weil das Bodenpersonal in einen Warnstreik getreten ist, müssen sich Fluggäste in Berlin und Hamburg am Mittwochmorgen auf Wartezeiten und Flugausfälle einstellen. Grund ist ein Tarifkonflikt um bessere Bezahlung, Arbeitszeiten und Aufstiegsmöglichkeiten.

Der Flughafenverband ADV rief die Tarifpartner auf, gemeinsam nach einer Lösung zu suchen und den Passagieren die Wirren eines Streiks zu ersparen. An den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld hat die Gewerkschaft Verdi rund 2000 Bodenservice-Mitarbeiter zwischen 5 und 11 Uhr zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Zum Bodenservice zählen zum Beispiel Check-in und Gepäckabfertigung, aber auch das Einweisen und Betanken der Maschinen.

In Hamburg sollen Mitarbeiter der Flugzeug- und Gepäckabfertigung, des Terminal-Busverkehrs sowie von Reinigungsdiensten streiken. Der Ausstand soll sich laut Verdi auf die um 4 Uhr beginnende Frühschicht beschränken und im Laufe des Tages beendet werden. Der Flughafen schließt Auswirkungen auf den Flugverkehr nicht aus, will diese aber so gering wie möglich halten.

Air Berlin teilte mit, dass rund 60 Flüge von und nach Berlin ausfallen. Es könne auch noch zu weiteren Flug-Streichungen kommen. Zudem seien auch starke Einschränkungen bei der Gepäckabfertigung zu erwarten. Es werde empfohlen, möglichst nur mit Handgepäck zu reisen.

Davon betroffen sind auch die Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn. Von Berlin nach Düsseldorf und Köln und zurück fallen bis zum Mittag vermutlich vier Flüge aus.

Der Flughafenverband ADV nannte die Warnstreiks unangemessen. "Es ist nicht hinzunehmen, dass Verdi die Flughäfen als öffentlichkeitswirksame Bühne zur Durchsetzung ihrer Forderungen schädigt und die Belange der Reisenden dabei völlig ausblendet", sagte ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel.

(maxk/dpa)