Fährverkehr gestoppt Schiff liegt in Wangerooger Hafeneinfahrt quer

Wangerooge · Beim Verlassen des Wangerooger Hafens ist einem Küstenmotorschiff eine Sandbank im Weg gewesen. Nun liegt das Schiff fest. Verletzt wurde niemand – für Urlauber hat die Havarie aber Folgen.

Ein Küstenmotorschiff liegt quer in der Hafeneinfahrt der ostfriesischen Insel Wangerooge.

Ein Küstenmotorschiff liegt quer in der Hafeneinfahrt der ostfriesischen Insel Wangerooge.

Foto: dpa/Peter Kuchenbuch-Hanken

Ein festgefahrenes Küstenmotorschiff hat am Dienstag die Hafeneinfahrt von Wangerooge blockiert und damit den Schiffsverkehr von und zu der Nordseeinsel zum Stillstand gebracht. Der Fährverkehr wurde eingestellt. Erst mit dem Hochwasser am Dienstagnachmittag kann das Schiff voraussichtlich wieder flott gemacht werden.

Das unter dänischer Flagge fahrende Küstenmotorschiff „Amanda“ hatte den Inselhafen in der Nacht zum Dienstag verlassen wollen und sich dabei an einer Sandbank festgefahren, wie der Fachbereichsleiter Schifffahrt des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Weser-Jade-Nordsee in Wilhelmshaven, Stephan Hellwig, sagte.

Ursache sei vermutlich ein Navigationsfehler des Kapitäns gewesen. Niemand sei verletzt worden. Das Schiff sei nach ersten Erkenntnissen auch nicht beschädigt worden, sagte Hellwig. Es seien auch keine Schadstoffe ausgetreten.

Für Touristen, die jetzt zum Start der Urlaubssaison auf die östlichste der bewohnten Ostfriesischen Inseln wollen, kommt die Havarie zur Unzeit. Die Fährabfahrten von und ab Wangerooge wurden für den Vormittag abgesagt, wie eine Sprecherin der Deutschen Bahn sagte. Die Bahn betreibt mit einer Tochtergesellschaft den Fährverkehr zu Insel. Neben den Fahrten der großen Personenfähren fielen auch die Abfahrten mit der Schnellfähre „Wattsprinter“ aus.

Das 81 Meter lange Küstenmotorschiff hatte laut dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Steine für die Sanierung des Deckwerkes an der Insel geladen. Es war dazu von Emden nach Wangerooge gefahren. Mit dem Hochwasser am Dienstagnachmittag soll das Schiff wieder aufschwimmen. Wenn es wieder flott gemacht ist, soll es im Inselhafen untersucht werden.

„In der Wattfahrt passiert es öfter mal, dass Schiffe hängen bleiben“, sagte Hellwig. Es sei ein normales Geschäft, dass sich Schiffe oder Fähren festfahren würden. Das passiere etwa zwei bis drei Mal im Jahr, sagte der Behördensprecher.

Es kommt auch immer mal wieder vor, dass Fähren im Wattenmeer zwischen dem Festland und den Ostfriesischen Inseln stecken bleiben. Ursache der überwiegend harmlosen Havarien sind meistens niedrige Wasserstände, etwa bei Ostwind, Veränderungen der flachen und engen Fahrrinnen sowie Verlagerungen von Sand und Schlick durch Gezeiten, Strömungen und Stürme.

(ckoe/dpa)