Wacken 2019 wegen Unwetter teilweise geräumt - Ausnahmezustand in Berlin

Unwetter im Nordosten Deutschlands : Wacken teilweise geräumt - Ausnahmezustand in Berlin

Vollgelaufene Keller, umgestürzte Bäume, Feuerwehrleute im Dauereinsatz - starker Regen hat den Einsatzkräften vielerorts mächtig Arbeit beschert. In Berlin galt zeitweise der Ausnahmezustand. Auch „Wacken Open Air“ wurde teilweise geräumt.

Gewitter und starker Regen haben vor allem im Nordosten Deutschlands zahlreiche Feuerwehreinsätze ausgelöst. In Berlin galt am Mittwochabend zeitweise sogar der Ausnahmezustand - Einsätze wurden somit nach Dringlichkeit statt chronologisch bearbeitet. Allein in der Hauptstadt gab es 116 wetterbedingte Einsätze, vollgelaufene Keller und umgestürzte Bäume machten der Feuerwehr schwer zu schaffen.

Wegen eines Unwetters wurde am Mittwochabend ein Teil des „Wacken Open Air“-Geländes in Schleswig-Holstein geräumt. Im Wackinger Village und im Bereich vor der Bühne „Beergarden-Stage“ wurden die Fans aufgefordert, das Gelände zu verlassen und in den Fahrzeugen Schutz zu suchen, wie die Polizei mitteilte. Diese beiden Bereiche waren für die Besucher bereits zugänglich, das übrige Festivalgelände wird diesen Donnerstag eröffnet.

Der Campingplatz wurde den Angaben zufolge nicht geräumt. Als das Gewitter durchgezogen war, durften die Besucher wieder auf das Festivalgelände.

Betroffen war auch der Auftritt der „Wacken Firefighters“. Die Show der örtlichen Feuerwehrkapelle gilt als inoffizieller Auftakt des Heavy-Metal-Festivals. Sie wurde nach dem dritten Lied abgebrochen.

Auch in Mecklenburg-Vorpommern mussten Helfer zu zahlreichen Einsätzen ausrücken. In Bad Doberan an der Ostsee liefen rund 60 Keller voll, auf den Straßen staute sich zudem das Wasser. Auch in Schleswig-Holstein wurden Straßen überspült. In der Flensburger Innenstadt wurden Straßen gesperrt, besonders am Hafen soll es laut Polizei Probleme gegeben haben. Dort reichte das Wasser bis an die Gebäude heran. Verletzte oder Unfälle gab es nach Angaben der Leitstelle nicht.

Der Deutsche Wetterdienst warnte für die Nacht zum Donnerstag vor starken Gewittern im Nordosten Deutschlands, teils mit Starkregen mit rund 25 Litern pro Quadratmeter in der Stunde. Auch mit Hagel sei zu rechnen, hieß es.

(zim/dpa)
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