1. Panorama
  2. Deutschland

Am Donnerstag sieben Grad Celsius: Von wegen Wonnemonat Mai: Morgen ist Grönlandtag

Am Donnerstag sieben Grad Celsius : Von wegen Wonnemonat Mai: Morgen ist Grönlandtag

Dauerregen, viel zu kalte Temperaturen und in höheren Lagen sogar Schnee. Dieser Mai enttäuscht alle, die sich nach dem Ewig-Winter auf einen sonnigen Frühling gefreut haben. Hoffnungen können Meteorologen ihnen nicht machen: Bestimmend bleibt eine Luftströmung aus Grönland.

Schon Pfingsten war in weiten Teilen NRWs kein Spaß. Die angekündigten Unwetter blieben zwar aus, doch bestimmten vor allem Wolken und Regen das Wetter.

Die volle Breitseite erreichte stattdessen Rheinland Pfalz und das Saarland. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) schüttete es dort entlang der Nahe binnen weniger Stunden 40 bis 50 Liter Regen auf den Quadratmeter herab. Zum Vergleich: Im ganzen Monat fallen dort durchschnittlich etwa 70 Liter pro Quadratmeter.

Hoffnung auf Besserung will Wetter-Experte Oliver Klein von Meteomedia nicht schüren. Im Gegenteil: Für den morgigen Donnerstag erwartet er in NRW Temperaturen zwischen sieben und elf, maximal zwölf Grad Celsius. Selbst am Rhein wird das Thermometer nicht über die Marke von zehn Grad steigen.

Grau, nass und kalt

"Das ist das Kälteste, was im Mai überhaupt geht", sagt Klein. Schuld daran ist seinen Beobachtungen nach das eisige Tief, das aus Nordwesten von Grönland aus zu uns strömt. Sie sorgt dafür, dass der Mai trotz der sonnigen Tage am Monatsbeginn viel zu kalt zu werden droht.

In höheren Lagen wie am Kahlen Asten (842 Meter) könnte es nach Kleins Einschätzung sogar Schneefall oder Schneeregen geben. Mit Bodenfrost ist in niedrigeren Regionen freilich nicht zu rechnen.

Zudem bleibt es an diesem kalten Donnerstag überwiegend grau. Vor allem am Vormittag bringen die dichten Wolken auch noch Regen mit. Am Nachmittag könnte es zumindest gelegentlich auflockern, vielleicht ist auch der ein oder andere Sonnenstrahl drin.

Kaum Besserung in Sicht

Für die Tage darauf erwartet Klein nur wenig Besserung. Die Temperaturen dürften etwas auf 12 oder 13 Grad ansteigen. "Ansonsten tut sich da nicht viel", sagt der Meteorologe. Es bleibt durchwachsen, bis zum Freitag ist immer wieder mit Regen zu rechnen.

Am Wochenende kommt es noch doller. Dann folgt voraussichtlich das nächste Regentief. Vor allem in der Nacht zu Sonntag und am Vormittag soll es in NRW erneut zu langanhaltenden Niederschlägen kommen, berichtet Klein. Einziger Trost: Der Regen wird wärmer, das Tief kommt nun aus nordöstlicher Richtung.

  • Fotos : März 2013: Winterchaos an den Flughäfen
  • Fotos : Earthviews - die Erde aus dem All
  • Fotos : Die Winterbilder unserer Leser

Die Schweiz erwartet Schnee

In der Woche darauf ist ebenfalls noch kein Trend zur Sonne zu sehen. Oliver Klein geht davon aus, dass es in NRW auch dann noch wechselhaft bei überschaubaren Temperaturen bleibt. "Das wird keine stabile Geschichte", zeigt sich Klein sicher. Die 20-Grad-Marke bleibt jedoch vorerst außer Sicht.

Zumindest im Vergleich zu südlicheren Regionen kann sich NRW noch glücklich mit dem Mai-Wetter wähnen. "Am Freitag schneit es bis ins Flachland", titelte am Mittwoch das Portal 20 Minuten. Klein bestätigt: Dort kann es in den kommenden Tagen tatsächlich Schnee geben. "In der Luft sehe ich schon Flocken", sagt er. Ob der Schnee aber auch liegenbleibt, daran zweifelt Klein dann doch.

Die aktuelle Wettervorhersage finden Sie hier.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Leseraufruf: Die scheußlichsten Fotos vom Frühling

(pst)