Zahlungen für Heimkinder: Volle Entschädigung auch bei Hartz IV

Zahlungen für Heimkinder: Volle Entschädigung auch bei Hartz IV

Entschädigungszahlungen für ehemalige Heimkinder sollen künftig nicht auf Hartz-IV-Bezüge oder andere Transferleistungen angerechnet werden können.

Dazu müsse die derzeitige Regelung noch geändert werden, sagte ein Sprecher des Bundesfamilienministeriums dem "Westfalen-Blatt" (Samstag). Gelinge eine entsprechende Einigung mit den Kommunen nicht, müsse ein Gesetz beschlossen werden.

Um eine Verrechnung der Hilfszahlungen zu verhindern, fließe aus dem 120-Millionen-Euro-Fonds vorerst kein Geld. Man wolle den Menschen das Geld ganz lassen, so der Ministeriumssprecher.

Der Bund, die westlichen Bundesländer, die beiden großen Kirchen, Orden und Wohlfahrtsverbände hatten sich 2011 auf den Fonds geeinigt.

Er soll frühere Heimkinder aus den alten Bundesländern unter anderem dafür entschädigen, dass sie in Industrie und Landwirtschaft arbeiten mussten, ohne Lohn zu erhalten oder Rentenansprüche zu erwerben.

Vorgesehen ist, den Betroffenen für jeden Monat Arbeit eine einmalige Pauschale zwischen 170 und 200 Euro zu zahlen.

Hier geht es zur Infostrecke: Die wichtigsten Urteile zu Hartz IV

(KNA)