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Vögel in Deutschland: Bestände seit Jahren weitgehend stabil

„Stunde der Gartenvögel“ 2021 : Deutschlands Vogelbestände seit Jahren weitgehend stabil

Bei der „Stunde der Gartenvögel“ waren die Deutschen aufgefordert, Vögel in Gärten und Parks zu zählen. 3,1 Millionen Tiere wurden gezählt. Rückgänge gab es demnach vor allem bei Insektenfressern.

Der Vogelbestand in Deutschlands Dörfern und Städten erweist sich laut Naturschutzbund (Nabu) und Landesbund für Vogelschutz (LBV) in den vergangenen 15 Jahren weitgehend stabil. Bei der jüngsten bundesweiten Vogelzählung „Stunde der Gartenvögel“ am Himmelfahrtswochenende wurden aus über 95.000 Gärten und Parks über 3,1 Millionen Vögel gemeldet, teilte der Nabu am Mittwoch in Berlin mit. Mehr als 140.000 Menschen beteiligten sich an der Zählung.

Insgesamt wurden laut Nabu pro Garten knapp 33 Vögel von 11,4 unterschiedlichen Arten registriert. Das seien mehr als im Vorjahr mit nur gut 30 Vögeln. Das war der bisher niedrigste Wert seit Beginn der jährlichen Zählung 2005.

Häufigster Gartenvogel war dabei wie in jedem Jahr der Spatz. Es folgen Amsel, Kohlmeise, Star, Blaumeise, Feldsperling, Elster und Ringeltaube. Das Rotkehlchen als Vogel des Jahres kam auf Platz neun und erzielte damit seine bisher beste Platzierung. Auf Platz zehn folgte die Mehlschwalbe.

Unter den 66 am häufigsten beobachteten Vogelarten gibt es laut Nabu 20 Arten mit sinkenden Beständen, 16 Arten mit zunehmenden und 30 Arten mit stabilen Zahlen. Unter den größten Verlierern seien mit Mauersegler, Mehlschwalbe, Trauerschnäpper und Grauschnäpper auffallend viele Fluginsektenjäger. Mit Hausrotschwanz, Mönchsgrasmücke, Zaunkönig, Zilpzalp, Kuckuck, Nachtigall und Klappergrasmücke seien weitere ausschließlich von Insekten lebende Vogelarten vom Rückgang betroffen. Langfristig deutliche Zunahmen zeigten dagegen einige Vegetarier, darunter Ringeltauben, Stieglitz, Gimpel und Kernbeißer.

(c-st/epd)