Petershagen: Verletzte Kinder durch Schulbus-Unfall

Petershagen : Verletzte Kinder durch Schulbus-Unfall

Noch eine halbe Stunde, dann wäre die Klassenfahrt zu Ende gewesen. Doch kurz vor dem Ziel verunglückt ein Schulbus in Ostwestfalen. Eine Frau wird eingeklemmt und schwer verletzt. Die Schüler kommen - bis auf einige Leichtverletzte - mit dem Schrecken davon.

Noch eine halbe Stunde, dann wäre die Klassenfahrt zu Ende gewesen.
Doch kurz vor dem Ziel verunglückt ein Schulbus in Ostwestfalen. Eine Frau wird eingeklemmt und schwer verletzt. Die Schüler kommen - bis auf einige Leichtverletzte - mit dem Schrecken davon.

Ein Reisebus mit einer Schulklasse an Bord ist im ostwestfälischen Petershagen verunglückt. Nach Angaben eines Sprechers der Polizei in Minden verlief der Verkehrsunfall am Mittwoch vergleichsweise glimpflich. Eine Frau wurde schwer verletzt per Rettungshubschrauber in eine Klinik nach Hannover geflogen. Von den insgesamt 26 Neuntklässlern aus dem niedersächsischen Nachbarkreis Schaumburg wurden vier leicht verletzt. Auch der 59 Jahre alte Busfahrer erlitt leichtere Blessuren.

Der Bus war auf dem Rückweg von einer Klassenfahrt nach Bremen, als er auf der Bundesstraße 61 von der Fahrbahn abkam und durch einen Grünstreifen schoss. Der Bus legte dabei einige bis zu zehn Meter hohe Bäume um, wie Polizeisprecher Ralf Steinmeyer sagte. "Wir können von großem Glück sprechen", meinte er. "Wenn der Bus umgekippt wäre, würde es hier noch ganz anders aussehen." Der Bus blieb nach dem Unfall auf den Reifen stehen. Die Unfallstelle bei Petershagen ist ungefähr eine halbe Autostunde vom Ziel - einem Schulzentrum in Obernkirchen - entfernt.

Die Ursache für das Unglück war zunächst unklar. Fest stehe nur, dass der Fahrer keinen Alkohol getrunken habe. Er sei bereits seit vielen Jahren bei dem betroffenen Busunternehmen aus Bückeburg in Niedersachsen beschäftigt. Der Reisebus sei sechs Jahre alt und damit "relativ neu", sagte Steinmeyer.

Durch die Kollision mit den Bäumen wurde die Frontscheibe des Busses beschädigt. In der Folge wurde die Frau eingeklemmt und schwer verletzt. Laut Steinmeyer handelt es sich bei der 53-Jährigen um eine Begleitperson, nicht um eine Lehrerin.

Die Schüler wurden in einem nahe gelegenen Feuerwehrgerätehaus versorgt, wie Steinmeyer sagte. Die meisten von ihnen seien bis zum frühen Abend von ihren Eltern abgeholt worden. Rund 80 Feuerwehrleute und sechs Notärzte waren im Einsatz. Insgesamt waren drei Rettungshubschrauber in Bewegung gesetzt worden, zwei davon wurden aber nicht gebraucht.

(dpa)
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