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Verbraucherzentrale NRW rät zu bewussterem Einkaufen​

Tipps zum Sparen : Verbraucherzentrale NRW rät zu bewussterem Einkaufen

Die Verbraucherzentrale NRW empfiehlt aufgrund der Preise für Energie und Lebensmittel bewussteres Einkaufen. So kann es funktionieren.

Im Vergleich zum Mai seien die Waren im Juni um jeweils 38 beziehungsweise 12,7 Prozent gestiegen, teilte sie am Donnerstag in Düsseldorf mit. Bei Lebensmitteln gingen Fachleute von weiteren, teils deutlichen Preiserhöhungen in der zweiten Jahreshälfte aus, weil sich gestiegene Produktionskosten und die Rohstoffverknappung in neuen Lieferverträgen zwischen Erzeugern und Handelsketten spiegelten.

Besonders stiegen den Angaben zufolge im Frühjahr die Preise für frische Tomaten und Gurken. Tomaten waren demnach im April dieses Jahres um 39,4 Prozent teurer als im Vorjahreszeitraum. Wer sparsam einkaufen möchte, sollte die Kilogrammpreise vergleichen. Auch die Herkunft und die Jahreszeit spielten eine Rolle: Gemüse, das Saison habe und in der Region wachse, sei in der Regel günstiger zu haben, erklärten die Verbraucherschützer.

Sinnvoll sei es für Verbraucher auch, auf Preisvorteile bei Gemüse zu achten. Derzeit seien zum Beispiel Fenchel, Erbsen, Blumenkohl, Porree, Spinat sowie verschiedene Kohl- und Salatsorten günstig, in Kürze auch Kartoffeln, Kohlrabi, Möhren und Zucchini. Auf Wochenmärkten könne man häufig gegen Ende der Verkaufszeit „Schnäppchen machen“, hieß es. Wer saisonales Freilandgemüse statt Tomaten und Gurken aus dem Gewächshaus kaufe, helfe zudem der Umwelt: Freilandgemüse verursache beim Anbau bis zu 30-mal weniger klimaschädliche Gase als Produkte aus beheizten Gewächshäusern.

Die Butterpreise haben den Angaben zufolge seit März deutlich angezogen und liegen derzeit teilweise bei drei Euro pro 250 Gramm. Für eine gesunde Ernährung sei Butter nicht vorrangig und könne durch Pflanzenöle wie etwa Olivenöl, Leinöl oder Sojaöl beziehungsweise Margarine ersetzt werden. Ein möglicher Butter-Ersatz fürs Brot seien auch Frischkäse, Quark, Senf oder Nuss-Öle.

Stark gestiegen seien auch die Preise bei Rindfleisch und Hack. Die Verbraucherzentrale NRW rät, bei Bedarf den Anteil von Fleisch, Wurst und Fisch vor allem durch pflanzliche Lebensmitteln zu ersetzen. Empfohlen werden Hülsenfrüchte wie Linsen, Erbsen, Bohnen, Kichererbsen, Sojabohnen und Lupinen.

Hier geht es zur Infostrecke: Geld sparen bei Lebensmitteln

(ahar/epd)