Gerichtsurteil Fahrer muss für geschrotteten Lamborghini nicht zahlen

Dresden · Eine Frau schenkt ihrem Mann eine halbstündige Spritztour im teuren Sportwagen – und er schrottet den Mietwagen. Auf dem Schaden bleibt nun definitiv das Autohaus sitzen – das sind die Gründe.

Zu einem Unfall mit gleich zwei Lamborghini kam es mal auf der A57 auf Höhe der Anschlussstelle Bovert. (Symbolbild)

Zu einem Unfall mit gleich zwei Lamborghini kam es mal auf der A57 auf Höhe der Anschlussstelle Bovert. (Symbolbild)

Foto: RP/Freiwillige Feuerwehr Meerbusch

Ein Mann muss für einen gemieteten und bei einem Unfall geschrotteten Lamborghini nicht zahlen. Das Oberlandesgericht Dresden wies in einem am Donnerstag verkündeten Urteil die Berufung eines Autohauses gegen ein ähnlich gelagertes Urteil des Landgerichts Dresden zurück. Der Fahrer hatte die gut halbstündige Fahrt mit dem mehr als 150.000 teuren Luxuswagen von seiner Ehefrau geschenkt bekommen.

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Der Fahrer wies die Schuld daran, dass er bei der Ausfahrt im Oktober 2018 die Kontrolle über das Fahrzeug verloren, dabei zwei Bäume entwurzelt und einen dritten frontal gerammt habe, zurück. Vielmehr habe der ihn begleitende Mitarbeiter eines Subunternehmers des Autohauses den Sportmodus ein- und nicht wieder ausgeschaltet.

Das Autohaus verlangte hingegen Schadensersatz für den entstandenen Totalschaden. Das Landgericht wies die Klage ab, weil nicht ersichtlich sei, dass der Beklagte den Unfall vorsätzlich oder grob fahrlässig verursacht habe. Die dagegen gerichtete Berufung wies das OLG zurück, auch weil ein etwaiger Anspruch längst verjährt sei. Für Schadensersatzansprüche aus der Mietung des Wagens galt demnach nur eine kurze Verjährungsfrist von sechs Monaten (Az: 13 U 2371/22).

Anmerkung der Redaktion: In einer vorherigen Version haben wir aufgrund eines Agenturfehlers „Oberlandesgericht Sachsen“ geschrieben. Korrekt ist „Oberlandesgericht Dresden“. Wir haben den Fehler korrigiert.

(aku/AFP)
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