Unfall in Lohma: Drei Tote bei Zusammenstoß von Güterzug und Auto

Lohma : Drei Tote bei Zusammenstoß von Güterzug und Auto

Bei einem Zusammenstoß eines Güterzuges mit einem Kleintransporter sind am Dienstag in Thüringen drei Menschen ums Leben gekommen.

Der Unfall ereignete sich am späten Nachmittag an einem Bahnübergang mit Halbschranke bei Lohma in der Nähe von Gera. Das teilte die Bundespolizei auf Anfrage mit. Alle Getöteten hatten im Kleintransporter gesessen. Wer sie sind, war am Abend noch völlig unklar. Die Kriminalpolizei müsse in dem stark zerstörten Fahrzeug nach Papieren suchen, um die Opfer zu identifizieren, berichtete der Sprecher.

Nach Angaben der Bundespolizei wurde das Fahrzeug beim Überqueren des Gleises seitlich vom Güterzug erfasst und etwa 200 Meter mitgeschleift. Die Halbschranke sei nach ersten Aussagen des Lokführers und auch nach Beobachtungen von Zeugen zum Zeitpunkt der Kollision geschlossen gewesen. Der Lokführer hatte laut einem Atemalkoholtest 0,0 Promille, sagte der Sprecher. Bereits kurz nach der Kollision war ein Rettungshubschrauber an der Unfallstelle - doch den Opfern war nicht mehr zu helfen.

Die Strecke Schmölln-Ronneburg ist eingleisig. Vom Nachmittag an war sie bis auf Weiteres gesperrt. Der Güterzug gehöre nicht zur Deutschen Bahn, sondern zu einem anderen Unternehmen, sagte ein Bahn-Sprecher. Die Bahnstrecke werde im Schnitt nur etwa alle halbe Stunde befahren. Die Deutsche Bahn habe einen Busnotverkehr eingerichtet.

(felt/dpa)
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