U2-Sänger Bono verurteilt rechte Gewalt in Chemnitz

Konzert in Berlin : U2-Sänger Bono verurteilt rechte Gewalt in Chemnitz

Mitten im Konzert der irischen Rockband U2 taucht der Slogan #wirsindmehr auf einem riesigen Bühnen-Bildschirm auf. Dann spricht Sänger Bono über die Ausschreitungen in Chemnitz.

Die irische Rockband U2 hat am Freitag ein Konzert in Berlin gegeben und dabei die Ausschreitungen in Chemnitz scharf kritisiert. Wie der Deutschlandfunk und die Nachrichtenagentur dpa berichteten, sagte Sänger Bono vor dem Song „One“: „Wir können diesen Song nicht spielen, ohne über Chemnitz zu sprechen. Wir müssen verstehen, was diese Menschen so wütend macht. Aber wir können sie nicht tolerieren, die gehören nicht zu Europa.“ Während der Show der vier Musiker tauchte plötzlich der Slogan #wirsindmehr auf dem riesigen Bühnen-Bildschirm auf. Die Menge applaudierte und jubelte.

Für Montag haben unter dem Hashtag #wirsindmehr unter anderem Marteria, Casper, Kraftklub, die Toten Hosen und Feine Sahne Fischfilet zu einem kostenlosen Konzert nach Chemnitz eingeladen - als Gegenprotest zu den rechten Krawallen. Casper postete auf Twitter ein Foto vom U2-Konzert, das den Schriftzug #wirsindmehr“ zeigt.

Die irische Rockband U2 rockte am Freitagabend zusammen mit rund 14.500 Fans. „Berlin, ich liebe dich!“, sagte der 58-jährige Bono zum jubelnden Publikum. Mit „Lights of Home“ eröffnete die Band den Abend und unterhielt die Fans über zwei Stunden. Natürlich wurden auch Klassiker wie „Sunday, Bloody Sunday“, „One“ und „Vertigo“ gespielt.

In diesem Jahr feiert die Band ihren 40. Namenstag. 1976 kamen die vier Musiker unter dem Namen „Feedback“ zusammen. Zwei Jahre später tauften sie sich dann um. Mit dem Konzert in der Hauptstadt startete ihre Europatour „eXPERIENCE + iNNOCENCE“. In ihrer Heimat Dublin wird die Europatour im November zu Ende gehen.

(wer/dpa)
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