Angst vor Abschiebung: U-Bahn-Schläger Serkan A. will heiraten

Angst vor Abschiebung : U-Bahn-Schläger Serkan A. will heiraten

München (RPO). U-Bahn-Schläger Serkan A. will seine Freundin Natascha heiraten. Für seinen brutalen Überfall auf einen Rentner Ende 2007 bekam der Deutsch-Türke eine Strafe von zwölf Jahren Gefängnis. Tritt das Urteil in Kraft, könnte der 21-Jährige in die Türkei abgeschoben werden.

"Er hat eine Heiratserlaubnis beantragt, sie ist auch schon genehmigt worden", sagte sein Anwalt Florian Wurtinger am Freitag in München. "Sicher ist es gleichzeitig ein Schutz vor Abschiebung", erklärte Wurtinger in der "Bild"-Zeitung: "Serkan ist Vater eines deutschen Kindes und bald Ehemann einer deutschen Frau, das erschwert die Abschiebung erheblich."

Der 21-jährige Serkan A. und seine Freundin habe eine gemeinsame Tochter. Richter Reinhold Baier sagte der Zeitung: "Straf- und haftrechtlich kann es nicht verhindert werden. Seine Verlobte erhält eine Sonderbesuchserlaubnis."

Serkan A. und sein Kumpel Spyridon L. waren wegen des brutalen Überfalls auf einen Rentner Anfang Juli zu zwölf und achteinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Die Revision vor dem Bundesgerichtshof läuft. Beiden droht die Abschiebung.

Wurtinger sagte, bis zur Hochzeit könne es noch einige Wochen dauern. Es fehlten noch Papiere, der Standesbeamte müsse einen Termin festsetzen und die Vollzugsanstalt Stadelheim einen Raum bereitstellen.

(ap)
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