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Sechs Babys betroffen: Trier: Gefährliche Keime bei Frühchen festgestellt

Sechs Babys betroffen : Trier: Gefährliche Keime bei Frühchen festgestellt

Bei sechs Frühgeborenen in einem Trierer Klinikum sind bei einem Routineabstrich gefährliche Bakterien nachgewiesen worden. Offenbar steckten sich die Kinder gegenseitig an.

Keines der Kinder zeige derzeit Krankheitssymptome, teilte das Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen am Montag mit. Bei dem Erreger handelt es sich demnach um Serratia marcescens.

Die Bakterien sind für gesunde Erwachsene meist ungefährlich, bei Babys und Menschen mit geschwächtem Immunsystem können sie schwere Erkrankungen wie Sepsis, Meningitis oder Lungenentzündung verursachen. Serratien lassen sich gut mit Antibiotika bekämpfen.

Die Bakterien seien offenbar von einem Frühgeborenen, das sich mittlerweile erholt habe, auf die betroffenen Kinder übergegangen, hieß es. Die sechs Frühchen werden auf der Kinder-Intensivstation des Klinikums isoliert behandelt.

"Wir sind im ständigen Austausch mit den Eltern", sagte Wolfgang Thomas, Chefarzt der Kinder- und Jugendmedizin. In Absprache mit den Behörden seien die Intensivstation sowie eine benachbarte Früh- und Neugeborenenstation vorerst für Neuaufnahmen geschlossen.

Infektionen mit Serratien hatte es kürzlich auch in Münster, in Sankt Augustin bei Bonn und an der Charité in Berlin gegeben, in allen Fällen waren ebenfalls Frühchen betroffen.

Hier geht es zur Infostrecke: So gefährlich sind Klinikkeime

(dpa)