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Angriff in Aschersleben: Tierpflegerin spricht über Tiger-Attacke

Angriff in Aschersleben : Tierpflegerin spricht über Tiger-Attacke

Aschersleben (RPO). Sie hatte Glück im Unglück. Denn die Tierpflegerin, die im Tierpark Aschersleben in Sachsen-Anhalt von einem Tiger angefallen worden war, hat instintiv richtig gehandelt und nur darum überlebt. Rund anderthalb Wochen nach dem Angriff eines weißen bengalischen Tigers hat sich die 30-Jährige zu den Umständen geäußert.

"Es ging alles so schnell", sagte sie der "Bild"-Zeitung. "Er tauchte plötzlich hinter mir auf und packte mich", stellte die Tierpflegerin fest, die seit der Attacke im Krankenhaus liegt. Sie habe sich instinktiv tot gestellt, um den dreijährigen Karim nicht noch wütender zu machen.

Das Gitter, das die Raubkatze während der Reinigung des Geheges fern halten sollte, war noch offen. Der Zoo hatte bereits sicherheitstechnische Mängel an der Schließanlage ausgeschlossen. Offenbar handelte es sich um menschliches Versagen. Der Tiger habe mit dem Angriff möglicherweise auf die Verletzung seines Reviers reagiert, hatte Zooleiter Dietmar Reisky unmittelbar nach dem Angriff gesagt.

Der Tiger habe der Frau einen Halswirbel gebrochen, berichtete die Zeitung weiter. Nach ihrer Genesung will die Pflegerin wieder zurück in den Tierpark: "Das ist und bleibt mein Traumberuf."

Die Tierpflegerin war am 19. Dezember von dem Tiger angegriffen und schwer verletzt worden. Ein Mitarbeiter konnte das Tier abdrängen und im Käfig einsperren.

(DDP/spo)