Terror am Breitscheidplatz: Polizei bestreitet Schläge gegen Verdächtigen

Festnahme nach Berliner Anschlag : Polizei bestreitet Schläge gegen Verdächtigen

Die Berliner Polizei weist Vorwürfe zurück, Beamte hätten einen nach dem Terroranschlag von Berlin irrtümlich festgenommenen Pakistaner misshandelt. Im Gegenteil habe man "einen sehr guten" Kontakt zu dem Mann.

"Das hat nicht den Hauch von Substanz", sagte der Sprecher Winfrid Wenzel am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. "Der Mann ist definitiv von keinem Mitarbeiter misshandelt worden."

Der Pakistaner Navid B. war kurz nach dem Anschlag am 19. Dezember auf den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche festgenommen worden. Die britische Zeitung "The Guardian", die nach eigenen Angaben mit dem 24-Jährigen gesprochen hatte, berichtete über angebliche Schläge.

Der Pakistaner kam schnell wieder frei, weil er der falsche Verdächtige war. Der mutmaßliche Attentäter Anis Amri wurde später in Italien erschossen.

Sprecher Wenzel betonte, die Polizei habe einen "sehr guten, wechselseitigen Kontakt" zu dem Mann. In einem Gespräch mit der Polizei habe dieser am Freitag selbst betont, dass er weder geschlagen, misshandelt oder verletzt worden sei.

Die Deutsche Presse-Agentur hatte berichtet, dass der Pakistaner nach der Freilassung an einen sicheren Ort gebracht worden war, damit Asylgegner ihn nicht angreifen können.

Im Artikel heißt es, er solle dort zwei weitere Monate bleiben. Er bekomme Essen geliefert und müsse die Polizei benachrichtigen, wenn er hinausgehe.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Berlin am Tag nach dem Anschlag

(dpa)
Mehr von RP ONLINE