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Tag des Bieres: Deutsche trinken weniger Bier - alkoholfreies Bier immer beliebter

Tag des Bieres : Deutsche trinken weniger Bier - Produktion von alkoholfreiem verdoppelt

Der Bierkonsum ist in Deutschland seit Jahren rückläufig. Laut einer Studie trinkt nur jeder dritte Mensch Bier. Alkoholfreies Bier hingegen wird immer beliebter - mittlerweile hat sich die Produktionszahl verdoppelt.

Alkoholfreies Bier hat sich für die deutschen Brauereien in den vergangenen zehn Jahren zum Renner entwickelt. 75 Unternehmen produzierten im vergangenen Jahr mit 4,2 Millionen Hektoliter fast doppelt so viel (plus 97 Prozent) wie noch im Jahr 2009, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden berichtete. Der Produktionswert betrug 361 Millionen Euro, und damit 164 Prozent mehr als zehn Jahre zuvor. Die Entwicklung setzt sich fort: Auch im ersten Quartal dieses Jahres lag die abgefüllte Menge 8 Prozent über dem Wert des Vorjahresquartals.

Nicht ganz so rasant entwickelten sich in dem Jahrzehnt die Biermischgetränke. Mit 4,3 Millionen Hektolitern lag die Menge zwar etwas über den alkoholfreien Sorten, aber nur um 30 Prozent über dem Wert aus dem Jahr 2009. Ganz schlecht schnitt im Vergleich Bier mit einem Alkoholgehalt oberhalb von 0,5 Prozent ab. Seine Menge verringert sich dem beobachteten Zeitraum um 7,8 Prozent. Der Bierkonsum ist in Deutschland seit Jahren rückläufig. Gründe sind die demografische Entwicklung und ein gesundheitsbewussterer Lebensstil.

Rund jeder dritte Mensch (31 Prozent) hierzulande trinkt nach eigenen Angaben nie Gerstensaft mit Alkohol. Das hat eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Yougov ergeben. Eine Minderheit (5 Prozent) trinkt täglich ein Bier - jeder Achte (12 Prozent) mehrmals wöchentlich. Der Rest trinkt mehrmals monatlich, mehrmals oder wenige Mal im Jahr oder machte keine Angaben. Und wenig überraschend: Von den Männern sagten 20 Prozent, mehrmals wöchentlich Bier zu trinken - bei den Frauen waren das 4 Prozent. Für die Umfrage wurden 1331 Menschen in Deutschland ab 18 Jahren befragt.

(juw/dpa)