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Rügen: Suche nach Katharina endgültig eingestellt

Rügen : Suche nach Katharina endgültig eingestellt

Die Suche nach dem auf Rügen verunglückten zehnjährigen Mädchen wird endgültig eingestellt. "Wir sehen keine Chance, Katharina zu finden. Das ist der Punkt, an dem wir aufhören müssen", sagte Markus Zimmermann, Leiter Katastrophenschutz im Kreis Vorpommern-Rügen, am Sonntagnachmittag.

Am zweiten Weihnachtstag war das Mädchen beim Abbruch der Steilküste verschüttet worden und wird seitdem vermisst. Am Sonntagmorgen hatten die Einsatzkräfte am verschütteten Strand unterhalb der Kliffkante die Suche nach dem vermissten Mädchen wieder aufgenommen.

Dabei wurde auch wieder ein schwerer Kettenbagger mit einem 18 Meter langen Ausleger zur Umwälzung der tonnenschweren Kreide- und Mergelmassen genutzt, sagte Einsatzleiter Daniel Hartlieb. Am Morgen hatten erneut zwei Leichenhunde auf dem bis zu drei Meter hohen Geröllberg angeschlagen. Die Arbeiten wurden durch Regen und heftigen Wind erschwert.

Mädchen könnte möglicherweise mit Lawine ins Meer gespült worden sein

Die Suche war am Samstagabend nach sieben Stunden ergebnislos unterbrochen worden. Obwohl Spezialhunde wie in den Tagen zuvor einen Verdacht wahrgenommen hatten, konnte die Leiche des aus Brandenburg stammenden Mädchens bisher nicht gefunden werden. Insgesamt hatten die etwa 20 Einsatzkräfte eine etwa 500 Quadratmeter große Fläche bis drei Meter tief freigelegt.

Am Zweiten Weihnachsfeiertag waren am Kap Arkona mehrere Tausend Kubikmeter Kreide und Mergel aus dem Hang gebrochen. Das Rettungsteam geht davon aus, dass das Mädchen dabei wahrscheinlich verschüttet wurde. Sie schließen inzwischen auch nicht mehr aus, dass das Kind mit der Gerölllawine ins Meer gespült wurde. Seine Mutter und Schwester erlitten Verletzungen und werden in Greifswald medizinisch versorgt.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Rügen: Spürhunde suchen nach verschüttetem Mädchen

(APD/dpa)