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Nach Gewalt-Demonstrationen: "Stuttgart 21" Gegner entschuldigen sich

Nach Gewalt-Demonstrationen : "Stuttgart 21" Gegner entschuldigen sich

Berlin (RPO). Für die Ausschreitungen einer Demonstration gegen das umstrittene Bahnprojekt "Stuttgart 21" haben sich die Gegner jetzt entschuldigt. Bei den Menschen, die zu Schaden gekommen seien, "entschuldigen wir uns", sagte der Landesgeschäftsführer des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Berthold Frieß, am Freitag im Namen des Aktionsbündnisses gegen "Stuttgart 21".

Der Konsens des Bündnisses, gewaltfrei und friedlich zu protestieren, sei bei der Stürmung der Baustelle verletzt worden.

Zugleich präsentierten die Projektgegner schriftliche Zeugenaussagen, wonach ein Mann - offenbar ein Zivilpolizist - bei der Demonstration Faustschläge ins Gesicht erhalten hat. Darstellungen, dass der Mann schwer verletzt worden sei, hätten Zeugen jedoch infrage gestellt.

Zuvor hatt auch Heiner Geißler, der Schlichter im Streit um den Bahnhofsbau Stuttgart 21, die gewaltsamen Ausschreitungen der Demonstranten kritisiert. "Die Leute, die Gewalt anwenden, diskreditieren diejenigen, die weiterhin gegen den Bahnhof sind", sagte er am Freitag im ARD-"Morgenmagazin".

Es werde sich in den nächsten vier Wochen herausstellen, ob die Bahn in einem Stress-Test nachweisen könne, dass der neue Bahnhof effizienter als der bisherige ist.

Falls sich die Beteiligten nicht auf Grunddaten einigen könnten, werde er das Ergebnis des von ihm angeregten Stress-Tests nicht vorstellen. "Das muss die Bahn dann alleine machen", sagte der frühere CDU-Generalsekretär.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Gewaltsame Eskalation bei Demo gegen "Stuttgart 21"

(apd/dapd/ila)