Helgoland: Schwerste Stürme seit 30 Jahren: Sturmflut hinterlässt Verwüstungen

Helgoland: Schwerste Stürme seit 30 Jahren : Sturmflut hinterlässt Verwüstungen

Die Nordseeküste hat die erste schwere Sturmflut dieses Herbstes offenbar überstanden. Am schwersten getroffen wurde Helgoland. Experten sprechen dort von den schwersten Stürmen seit 30 Jahren. Der Hamburger Fischmarkt steht unter Wasser.

Orkanböen peitschen am Mittag die Wellen mit Geschwindigkeiten von bis zu 140 Stundenkilometern an die Dämme. Einschätzungen über die Schäden sind derzeit unmöglich.

Am schlimmsten traf es Großbritannien und die Niederlande. Aber auch Norddeutschland bekommt etwas ab. Ein Überblick über das, was bisher geschah.

Deutschland: Metorologen haben zwischendurch Windgeschwindigkeiten von bis zu 140 Stundenkilometern gemessen. An der Nordseeküste gelten Flutwarnungen, besonders in der Region um die Ems und die Elbe. Die Fluttore von Cuxhaven wurden am späten Vormittag geschlossen. In Bremerhaven übertritt das Wasser wegen der hohen Pegel bereits die Kaimauern. Der Fährverkehr wurde komplett eingestellt.

Die Lage sei aber noch unter Kontrolle, berichten Korrespondenten des Nachrichtensenders n-tv. Einheimische bewerteten den Zuständ der Dämme bei Dagebüll in Nordfriesland als gut. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie in Hamburg warnte vor Wasserständen an der Elbmündung sowie in Bremen von bis zu zwei Metern über dem mittleren Hochwasser.

Premierminister Gordon Brown kündigte nach einer Sitzung des Krisenstabs Cobra am Freitagmorgen in London Hilfe für die betroffenen Gemeinden an. Als am stärksten betroffen galt die Stadt Great Yarmouth in Norfolk, wo mehrere Straßen überflutet waren.

An der englischen Küste konnten 500 Menschen in ihre vorübergehend evakuierten Häuser zurückkehren. Sie hatten die Nacht in Notunterkünften verbracht. Die Behörden meldeten lokale Überschwemmungen, in der am stärksten betroffenen Stadt Great Yarmouth in Norfolk standen mehrere Straßen unter Wasser. Berichte von überschwemmten Häusern gab es jedoch zunächst nicht.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Hamburg steht unter Wasser

(afp)