Aktuelle Studie vorgestellt: So glücklich sind die Deutschen

Aktuelle Studie vorgestellt : So glücklich sind die Deutschen

Ein guter Job, ein schönes Haus, viele Freunde – es gibt viele Faktoren, die das Glück eines jeden Einzelnen beeinflussen. Und die Deutschen sind im europäischen Vergleich ziemlich glücklich, wie eine aktuelle Studie gab. Und das schließt auch die Menschen mit Migrationshintergrund hierzulande ein.

Ein guter Job, ein schönes Haus, viele Freunde — es gibt viele Faktoren, die das Glück eines jeden Einzelnen beeinflussen. Und die Deutschen sind im europäischen Vergleich ziemlich glücklich, wie eine aktuelle Studie gab. Und das schließt auch die Menschen mit Migrationshintergrund hierzulande ein.

"Deutschland befindet sich auf einem Zufriedenheitsplateau", sagt Wissenschaftler Bernd Raffelhüschen von der Universität Freiburg. Er war einer der Studienleiter für den mittlerweile dritten Glücksatlas der Deutschen Post, der am heutigen Dienstag in Berlin vorgestellt wurde.

Konkret heißt das: Viel geändert hat sich am allgemeinen Zufriedenheitswert der Deutschen nichts, er liegt auf einer Skala von null bis zehn seit 2011 stabil bei 7,0. Im europäischen Vergleich aber konnte die Bundesrepublik deutlich zulegen. Dort belegt sie im Vergleich von 30 Ländern inzwischen Platz acht, 2006 war es noch Platz 15.

Das ist allerdings eher eine Folge der europäischen Krise und der entsprechenden Auswirkungen auf Länder wie Spanien oder Portugal. So ist das Schlusslicht im Vergleich Griechenland, wo gerade einmal ein Zufriedenheitswert von 3,4 Punkten erreicht wurde. Hierzulande dagegen sind die wirtschaftlichen Bedingungen und die Lage auf dem Arbeitsmarkt — wichtige Faktoren für den Zufriedenheitswert — wesentlich günstiger. Spitzenreiter ist übrigens Dänemark mit 8,9 Punkten.

Der Norden ist am glücklichsten

Aber auch in Deutschland selbst gibt es regionale Unterschiede. So stellen die Studienmacher fest, dass im Norden der Republik die glücklichsten Menschen leben. Schleswig-Holstein löst dabei Hamburg als Spitzenreiter ab, auf Platz drei folgt dann Niedersachsen. Im Mittelfeld liegen die westdeutschen Regionen eng beieinander. Im hinteren Drittel liegen die ostdeutschen Regionen, die rote Laterne trägt hierbei Brandenburg.

Auch habe sich der Abstand zwischen der Zufriedenheit in Ost und West wieder leicht vergrößert, stellten die Studienmacher fest. In den vergangenen Jahren hätten sich die alten und neuen Bundesländer dagegen kontinuierlich angenähert.

Positive Nachrichten kann der Glücksatlas in Bezug auf Migranten und Menschen mit Migrationshintergrund vermelden, was diesmal einen Schwerpunkt der Studie ausmachte. "Uns hat überrascht, dass Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland offenbar zufriedener mit ihrem Leben sind, als man aufgrund der öffentlichen Debatte vermuten würde", sagt Jürgen Gerdes von der Deutschen Post. Das liegt auch an der Sprache.

Knackpunkt Deutschkenntnisse

So wurde in der Studie festgestellt, dass gerade die jüngere Generation der Menschen mit Migrationshintergrund sehr zufrieden mit ihrem Leben ist — sogar ein wenig zufriedener als die Deutschen selbst. Bei ihren Eltern, die noch selbst in die Bundesrepublik eingewandert sind, ist die Zufriedenheit ebenfalls recht hoch und liegt nur minimal unter der der Deutschen.

Einen Grund für die höhere Zufriedenheit der zweiten Generation sehen die Studienmacher auch in der Beherrschung der deutschen Sprache. So heißt es im "Glücksatlas 2013", das die Migranten mit einer sehr hohen Sprachkompetenz durchschnittlich einen Zufriedenheitswert von 7,2 angeben, bei jenen ohne Deutschkenntnisse liegt die Zufriedenheit bei 6,3.

Geändert haben sich übrigens im Laufe der Jahre die Gründe fürs Glücklichsein. So hat laut Studie die Zufriedenheit mit dem Einkommen in den vergangenen zehn Jahren zugenommen, die mit der Gesundheit nahm dagegen ab. Am glücklichsten aber seien die Menschen mit ihrer Wohnsituation und ihrem Familienleben.

Hier geht es zur Infostrecke: Glücksatlas 2013: So glücklich sind die Menschen in NRW

(das)
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