Sorgen um Kriege und Klimawandel Jugendliche blicken weniger optimistisch in Zukunft

Berlin · Klimakrise, Kriege und Umweltverschmutzung: Deutschlands Jugendliche haben 2022 weniger optimistisch in die Zukunft geblickt als noch ein Jahr zuvor.

 "besser wird es nicht mehr" ist vor dem Rathaus in Augsburg zu lesen.

"besser wird es nicht mehr" ist vor dem Rathaus in Augsburg zu lesen.

Foto: dpa/Karl-Josef Hildenbrand

Zu dieser Einschätzung kommt die Krankenkasse Barmer auf Grundlage einer am Freitag in Berlin veröffentlichten Befragung. Demnach sank der Anteil derer, die sehr oder eher optimistisch auf ihre Zukunft schauten, auf 75 Prozent. Das waren sechs Prozentpunkte weniger als im Vorjahr.

Nur 43 Prozent der jungen Menschen sahen Deutschlands Zukunft optimistisch - ein Jahr zuvor waren es noch 62 Prozent gewesen. Dabei waren Kriege der sogenannten Sinus-Jugendstudie zufolge der Hauptgrund für die Sorgen der jungen Leute. 56 Prozent nannten dies als Grund für große persönliche Befürchtungen.

Fast jeder Zweite sorgte sich stark wegen des Klimawandels und der Umweltverschmutzung. Auch Energiekrisen lösten mit 44 Prozent besonders große Sorgen aus. Für die Jugendstudie wurden im Oktober 2022 bundesweit rund 2000 Jugendliche im Alter zwischen 14 und 17 Jahren befragt.

Auslöser für Sorgen waren demnach auch Armut, das Artensterben, Krankheiten und Pandemien wie auch Wohnraumnot und Arbeitsplatzsuche. Diese Themen waren mit Werten zwischen 33 und 19 Prozent ebenfalls häufig vertreten. Mädchen waren dabei durchgängig besorgter als Jungen.

„Optimismus sollte ein Wesenszug der Jugend sein“, erklärte Barmer-Vorstandschef Christoph Straub. „Darum sollte es uns aufmerksam machen, wenn sich innerhalb eines Jahres junge Menschen deutlich mehr um ihre Zukunft und die unseres Landes sorgen“, fügte er hinzu.

(zim/AFP)
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