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Bundesgerichtshof: Siebenfacher Vater muss für Attacke auf Polizisten in Haft

Bundesgerichtshof : Siebenfacher Vater muss für Attacke auf Polizisten in Haft

Die Haftstrafe gegen einen siebenfachen Vater wegen eines Angriffs auf einen Polizisten ist rechtskräftig. Der Mann hatte den Beamten schwer verletz und war wegen versuchten Mordes zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

Die Haftstrafe gegen einen siebenfachen Vater wegen eines Angriffs auf einen Polizisten ist rechtskräftig.
Der Mann hatte den Beamten schwer verletz und war wegen versuchten Mordes zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

Wie der Bundesgerichtshof (BGH) am Dienstag mitteilte, verwarf er die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Limburg (Az. 2 StR 172/14).

Der Vater hatte 2013 zwei seiner Kinder im hessischen Limburg auf offener Straße geschlagen und getreten. Der Polizist hatte zwar frei, beobachtete die Übergriffe jedoch und schritt ein: Er sprach den Mann an und gab sich als Polizist zu erkennen. Als er telefonisch Verstärkung rufen wollte, schlug ihn der damals 38-jährige Mann zu Boden, trat auf seinen Kopf ein und verletzte den damals 56-Jährigen schwer.

Er habe den Tod des Polizisten billigend in Kauf genommen, um einer Bestrafung wegen der Misshandlung seiner Kinder zu entgehen, urteilte das Landgericht im Januar. Das wertete der BGH in seinem am Dienstag bekanntgegebenen Beschluss genau so. Der Polizist erhielt für seinen Mut die Hessische Medaille für Zivilcourage.

(dpa)