Räuber sprengen Loch in die Hauswand: Sicherheitsfirma in Düren ausgeraubt

Räuber sprengen Loch in die Hauswand : Sicherheitsfirma in Düren ausgeraubt

Um in den Tresorraum einer Sicherheitsfirma in Düren zu gelangen, haben gestern Morgen Unbekannte mit einer Sprengstoffladung ein Loch in die Hauswand des Unternehmens gesprengt. Was die Räuber entwendeten, wollte die Firma mit Hauptsitz in Düsseldorf nicht mitteilen.

Der Überfall ereignete sich kurz vor Geschäftsbeginn gegen 6.15 Uhr. Die Täter konnten anschließend mit einem Auto flüchten. Wie viele es waren, ist nicht bekannt. Eine sofort eingeleitete polizeiliche Großfahndung mit Straßensperren und Hubschraubereinsatz brachte nichts ein. Es werde einige Zeit dauern, um die genauen Umstände des Überfalls zu klären, sagte Oberstaatsanwalt Robert Deller.

Durch die Wucht der Explosion wurde ein Mitarbeiter (45) der Sicherheitsfirma durch umherfliegende Splitter am Kopf verletzt. "Es geht ihm aber wieder gut", sagte eine Unternehmenssprecherin. Neben dem 45-Jährigen befanden sich zur Zeit des Überfalls noch vier weitere Personen im Gebäude — sie blieben unverletzt.

Durch die Detonation wurde das Gebäude schwer beschädigt. Zudem kam es in der Folge zu einem Brand, den die Feuerwehr jedoch schnell wieder löschen konnte. Spezialisten des Landeskriminalamtes (LKA) wurden zur Spurensuche und -sicherung herangezogen.

Die Polizei bittet bei der Suche nach den flüchtigen Räubern um Hinweise aus der Bevölkerung (Tel.: 02421 9492425). Die Ermittler vermuten, dass die Täter mit einem dunklen Kombi, möglicherweise einem Audi, unterwegs waren und nach dem Überfall in Richtung der nahe gelegenen Autobahn 4 fuhren.

Die im Jahre 2006 gegründete Sicherheitsfirma übernimmt unter anderem für Banken Geld- und Werttransporte.

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(RP/jre/pst)
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