1. Panorama
  2. Deutschland

Onkel missbraucht und tötet Nichte: Sechsjährige möglicherweise erwürgt

Onkel missbraucht und tötet Nichte : Sechsjährige möglicherweise erwürgt

Das sechsjährige Mädchen, das am Wochenende in Lohmar einem Sexualverbrechen zu Opfer fiel, wurde möglicherweise erwürgt. Das Mädchen hatte bei seinem Onkel übernachtet, der sich an ihm verging und es tötete. Er hat bereits ein Geständnis abgelegt.

Bei dem sechsjährigen Mädchen, das am Sonntag in Lohmar tot aufgefunden wurde, dauern die Untersuchungen zur Todesursache an. Wie der "Kölner Stadtanzeiger" auf seiner Internetseite berichtet, wurde das Kind möglicherweise erwürgt.

Die Sechsjährige hatte am Wochenende bei ihrem 52 Jahre alten Onkel übernachtet. Am Sonntagmorgen hatte der Mann den Rettungsdienst alarmiert und zunächst behauptet, er habe das Mädchen leblos aufgefunden. Die Rettungskräfte konnten das Kind nicht mehr wiederbeleben; ein herbeigerufener Notarzt stellte den Tod fest und erkannte sexuellen Missbrauch, woraufhin die Kriminalpolizei informiert wurde.

Bei einer ersten rechtsmedizinischen Untersuchung verdichtete sich der Verdacht auf ein Sexualverbrechen; bei einer Obduktion der Leiche bestätigte sich der Verdacht. Woran genau das Kind starb, wird noch untersucht, möglicherweise sei es erwürgt worden, hieß es.

Der Onkel des Mädchens wurde bereits am Sonntag unter Tatverdacht festgenommen. Im Laufe des Tages legte er dann ein Geständnis ab. Er sollte noch am Montag einem Haftrichter vorgeführt werden. Der Erste Beigeordnete der Stadt Lohmar, Dirk Brügge, sagte der "Rhein-Sieg Rundschau" Online, weder der Onkel noch das Mädchen seien bei der Jugendhilfe "aktenkundig gewesen".

Die Mutter des getöteten Mädchens wird psychologisch betreut. Nachbarn reagierten schockiert auf den Vorfall und erzählten, dass der 52-jährige Onkel nicht weiter auffällig gewesen sei. Er habe mit seiner Tochter und deren Lebensgefährten in dem Reihenhaus gewohnt, berichtet die "Rhein-Sieg Rundschau". Eine 75-jährige Anwohnerin erinnerte sich aber, dass das Kind häufig zu Besuch gewesen sei und "nicht glücklich" gewirkt habe. Mehrfach habe sie das Mädchen weinen gesehen.

Eine Mordkommission und die Staatsanwaltschaft übernahmen die Ermittlungen; die Bonner Staatsanwaltschaft will bis zu deren Abschluss aus Rücksicht auf Opfer und Hinterbliebene keine Angaben zum Tatablauf machen.

(jre)