Schilder gegen Liebesschlösser: Bremen völlig unromantisch

Fußgängerbrücke in der Innenstadt : Bremen völlig unromantisch: Schilder gegen Liebesschlösser

Warnschilder sollen Verliebte in Bremen daran hindern, Liebesschlösser an einer Fußgängerbrücke in der Innenstadt zu befestigen. Das Amt für Straßen und Verkehr hat die Hinweistafeln mit einem durchgestrichenen Vorhängeschloss selbst entworfen.

"Wir wollen keine Spielverderber sein", sagte Martin Stellmann. "Aber an der Brücke können wir die Schlösser einfach nicht belassen." Da diese schnell rosten, können sie das Geländer beschädigen. 200 Euro haben die vier Schilder an der Teerhofbrücke gekostet.

In einem Jahr will das Amt Bilanz ziehen, was sie gebracht haben. Mit einer Strafe müssen Paare nicht rechnen, wenn sie die Schilder ignorieren - nur damit, dass ihr Treuesymbol bald wieder verschwunden ist.

Ein großer Trend sind die Liebesschlösser in Bremen zurzeit eigentlich nicht. Etwa 20 bis 25 muss das Straßen- und Verkehrsamt jedes Jahr von der Fußgängerbrücke über die Weser schneiden. In vielen anderen Städten hat der Liebesbrauch dagegen gewaltige Ausmaße angenommen, etwa in Köln an der Hohenzollernbrücke.

In Paris brach unter der Last im vergangenen Jahr sogar das Geländer einer Fußgängerbrücke teilweise zusammen. In Hannover befreite die Stadt erst Anfang des Jahres eine denkmalgeschützte Brücke von Hunderten Vorhängeschlössern, weil sie das verzierte Geländer beschädigten.

(dpa)
Mehr von RP ONLINE