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Kohle-Frachter gesunken: Schiffsunglück auf Mittellandkanal

Kohle-Frachter gesunken : Schiffsunglück auf Mittellandkanal

Minden (rpo). Auf dem Mittellandkanal sind am Montag zwei Schiffe zusammengestoßen. Ein Kohle-Frachtschiff ist nach dem Unglück auf den vier Meter tiefen Grund gesunken.

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p class="text"><P>Minden (rpo). Auf dem Mittellandkanal sind am Montag zwei Schiffe zusammengestoßen. Ein Kohle-Frachtschiff ist nach dem Unglück auf den vier Meter tiefen Grund gesunken.

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p class="text">Der Kanal blieb den ganzen Tag über komplett gesperrt, berichtete die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung. Verletzt worden sei niemand.

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p class="text">Das polnische Kohleschiff "MS Janko" mit 500 Tonnen Fracht sollte am Morgen wegen Nebels anlegen. Dabei wurde es nach ersten Erkenntnissen von dem niederländischen Kali-Frachter "Ronaris" gerammt und am Heck so stark beschädigt, dass es mit dem hinteren Teil auf den vier Meter tiefen Grund sank. 5000 Liter Dieselöl aus dem Tank des Havaristen wurden aufgefangen und sollen von der Feuerwehr abgepumpt werden.

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p class="text">Wie lange das quer liegende Wrack die Wasserstraße versperrt, hängt nach Angaben eines Behördenvertreters vom Verlauf der Bergungsarbeiten ab. "Wir versuchen, den Bug leichter zu machen, um zu verhindern, das dieser Teil auch noch sinkt." Daher werde die Kohle ausgeladen.

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p class="text">Mit Wasser vollgesogen

Erschwerend sei, dass sich die Fracht mit Wasser vollgesogen habe. Nächstes Ziel sei, das Schiff parallel zum Ufer zu ziehen, um die Fahrrinne freizumachen. Der Gesamtschaden sei nicht zu beziffern bis klar ist, wie lange der Mittellandkanal nicht zu befahren ist. Ein Umweg über den Dortmund-Ems-Kanal, den Küstenkanal und die Weser würde zwei bis drei Tage dauern.