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Sammeln von Biomüll noch immer nicht flächendeckend

Untersuchung des Nabu : Sammeln von Biomüll noch immer nicht flächendeckend

Seit mittlerweile dreieinhalb Jahren besteht hierzulande die Pflicht, Biomüll getrennt zu sammeln. Noch immer bieten viele Landkreise und Städte die Biotonne aber gar nicht oder nicht flächendeckend an, darunter auch zwei Städte in NRW.

Recherchen des Nabu zufolge gibt es in 24 Kreisen oder kreisfreien Städten gar keine solche Tonne für Lebensmittelreste und Gartenabfälle, darunter Leverkusen und Hagen in NRW. In anderen können Bürger ihren Biomüll zu zentralen Sammelstellen bringen, was die Umweltschützer als wenig verbraucherfreundlich kritisieren.

Wie der Nabu am Freitag in Berlin beklagte, geht so Biomüll als Rohstoff verloren, der zur Gewinnung von Bioenergie, Erde und Dünger genutzt werden könnte. Bundesweit könnten demnach über vier Millionen Tonnen Bioabfälle pro Jahr mehr gesammelt werden, das würde die derzeit gesammelte Menge von 4,8 Millionen Tonnen fast verdoppeln.

Als Landkreise ohne Biotonnen-Angebot nennt der Nabu unter anderem in den Kreisen Rotenburg (Wümme) in Niedersachsen, Uckermark in Brandenburg, Nordsachsen, Ortenaukreis und Sigmaringen in Baden-Württemberg und Traunstein in Bayern.

Auch die Menge der gesammelten Bioabfälle ist von Kreis zu Kreis sehr unterschiedlich. Das hat laut Nabu-Experte Michael Jedelhauser mehrere Gründe: In ländlicheren Regionen fällt mehr zum Beispiel Gartenabfall an, aber auch die Disziplin beim Mülltrennen ist nicht überall gleich groß.

(csr/dpa)