Sage-Nein-Song: Ezé Wendtoin hat Konstantin Weckers Lied neu interpretiert

Lied gegen Diskriminierung und Rassismus : „Sage Nein“-Song wird zum Facebook-Hit

Eine Neuinterpretation des „Sage Nein“-Lieds von Konstantin Wecker wird tausende Male auf Facebook geteilt. Ezé Wendtoin lässt darin Menschen unterschiedlicher Herkunft zum Nein-Sagen gegen Diskriminierung aufrufen. Auch Prominente sind dabei.

Der Song ist eigentlich mehr als 25 Jahre alt, doch wer dem Text von „Sage Nein!“ von Ezé Wendtoin zuhört, weiß: Die Botschaft ist ziemlich aktuell. „Wenn sie dann in lauten Tönen, saufend ihrer Dummheit frönen, denn am Deutschen hinterm Tresen, muss nun mal die Welt genesen, dann steh auf und misch dich ein: Sage nein!“, lautet die erste Strophe.

Das Lied wurde 1993 von dem deutschen Liedermacher Konstantin Wecker geschrieben. Der 27-jährige Ezé Wendtoin, Musiker aus Burkina Faso und derzeit Student an der TU Dresden, nahm die Neuinterpretation mit Künstlern aus seiner Heimat auf.

In dem Video, das einen Tag nach seiner Veröffentlichung auf Facebook mehr als 9000 Mal geteilt und mehr als 500.000 Mal angeschaut wurde, singen Menschen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Herkunft jeweils eine Zeile des „Sage Nein“-Lieds mit. Auch Konstantin Wecker ist dabei, außerdem Prominente wie der Komiker Atze Schröder, der Moderator Micky Beisenherz, der Menschenrechtsaktivist Raul Krauthausen und die Schauspieler Kida Khodr Ramadan und Frederick Lau.

„Ob als Penner oder Sänger, Banker oder Müßiggänger, ob als Priester oder Lehrer, Hausfrau oder Straßenkehrer, ob du sechs bist oder hundert, sei nicht nur erschreckt, verwundert, tobe, zürne, misch dich ein, sage nein!“, geht der Text weiter. Das Lied fordert auf zum Nein-Sagen gegen Rassismus, Diskriminierung, Sexismus und Chancenungleichheit.

„Fürchtet Euch nicht! Traut Euch, ,Nein’ zu sagen!“, schreibt Ezé Wendtoin unter dem Video. „Ich hoffe, durch dieses Video und die Beteiligung von vielen Menschen ein bisschen Mut und einen Funken Hoffnung an alle zu geben, die es zu diesen Zeiten brauchen.“

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