Rock im Park: Müllberge bei Festival entfachen Diskussion um Müllvermeidung

Erst Shitstorm, dann haufenweise Abfäll : Müllberge bei „Rock im Park“ entfachen Diskussion um Müllvermeidung

Am Pfingstsonntag endete das Festival „Rock im Park“ in Nürnberg. Bis Dienstagabend wurden die Müllreste aufgesammelt. An dem massenhaften Müll gibt es Kritik. Kommt jetzt ein Umdenken?

Die von den „Rock im Park“-Fans hinterlassenen Müllberge haben in Nürnberg eine Diskussion über Konzepte einer stärkeren Müllvermeidung entfacht. Sowohl die Stadt Nürnberg als auch der Konzertveranstalter Argo wollten das Thema „Nachhaltigkeit“ künftig stärker in den Blickpunkt rücken, kündigten Nürnbergs Bürgermeister Christian Vogel (SPD) sowie eine Vertreterin in der Argo-Geschäftsführung am Mittwoch an.

Noch am Dienstagabend waren Teile des Nürnberger Festivalgeländes mit Essensresten, Mülltüten, defekten Einweg-Zelten und -Grills sowie eingestürzten Stoffpavillons übersät. Sowohl in den sozialen Netzwerken als auch in Leserbriefen der Nürnberger Lokalzeitungen war vor allem die Haltung vieler Festivalbesucher auf Unverständnis gestoßen, mitgebrachte Camping-Ausrüstung nach dem Festivalende achtlos zurückzulassen. Die Veranstalter wollen das Gelände bis Freitag sauber an die Stadt übergeben.

Während des Festivals auf dem Nürnberger Zeppelinfeld hatte ein wortwörtlicher „Shitstorm“ für Schlagzeilen gesorgt.

Der Grund: Zahlreiche Toiletten und Duschen fielen zu Beginn des Festivals aus, vor den wenigen vorhandenen bildeten sich ewig lange Schlangen. Teilweise mussten die Anstehenden bis zu eine Stunde warten, um auf ein völlig überfülltes Mobil-Klo gehen zu können.

Die Veranstalter mussten 250 Chemieklos nachbestellen - „aus ganz Deutschland“ - und entschuldigten sich für die Unannehmlichkeiten. Eine Online-Petition mit der Forderung nach einer „Rückerstattung eines erheblichen Teils der Ticketpreise“ wurde gestartet.

(mja/dpa)
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