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Landgericht Köln: Rechtsextremer "Freundeskreis Rade" vor Gericht

Landgericht Köln : Rechtsextremer "Freundeskreis Rade" vor Gericht

Vor dem Kölner Landgericht müssen sich seit Freitag acht mutmaßliche Mitglieder des rechtsextremen "Freundeskreises Rade" verantworten.

Den Angeklagten im Alter zwischen 18 und 26 Jahren wird unter anderem gefährliche Körperverletzung, Volksverhetzung und Bildung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen. Die Verhandlung wurde nach Angaben eines Gerichtssprechers noch vor Verlesung der Anklageschrift vertagt. Weil einer der Angeklagten zum Prozessauftakt ohne Verteidigung war, soll das Verfahren nun am Mittwoch fortgesetzt werden.

Die Angeklagten sollen sich laut Staatsanwaltschaft spätestens im Januar 2011 in Radevormwald zu einer Gruppe zusammengeschlossen haben, die in der Folgezeit ausländerfeindliche und rassistische Äußerungen unter anderem im Internet veröffentlichte.

Einige Mitglieder des "Freundeskreises Rade" sollen zudem Ausländer und politisch Andersdenkende angegriffen und einige Opfer erheblich verletzt haben. Dabei setzten die Täter laut Anklage auch Baseballschläger und Eisenstangen ein.

Die Polizei war im April 2012 mit einer Razzia gegen rechtsextreme Gruppe vorgegangen. Damals wurden Wohnungen und Büros in Radevormwald, Düsseldorf, Wuppertal und Essen durchsucht.

Für den Prozess vor dem Kölner Landgericht sind derzeit weitere 19 Verhandlungstage bis Mitte Dezember anberaumt.

(lnw)