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Rapper Fler beleidigt Polizisten sechs Minuten lang bei Kontrolle

„Du hast keine Autorität, du bist ein Witz“ : Rapper Fler beleidigt Polizisten minutenlang bei Kontrolle

Ein Berliner Rapper wettert geschlagene sechs Minuten gegen zwei Beamte, die seinen Führerschein sehen wollen. Dabei mangelt es ihm nicht nur an Respekt, sondern auch am Wortschatz.

Zwei Beamte der Berliner Polizei mussten sich mit einem besonders renitenten Verkehrsteilnehmer herumschlagen. Bei einer Führerscheinkontrolle beleidigte der Berliner Rapper Fler, mit bürgerlichem Namen Patrick Losensky, den leitenden Polizisten minutenlang - seine Frau filmte das peinliche Schauspiel mit dem Handy. Der Tagesspiegel-Journalist Alexander Fröhlich lud das Video auf Twitter hoch.

Mit den Worten „Schwanz“ und „Fanboy“ beleidigte der in Jogging-Hose und T-Shirt gekleidete 37-jährige Rapper den Beamten, der dessen Führerschein sehen wollte. Offensichtlich konnte der Rapper, der mit seinem Mercedes AMG 63 unterwegs war, diesen aber nicht vorzeigen. Aufgrund des aggressiven Auftretens Losenskys legte der zweite Beamte ihm Handschellen an. Was dann folgte, während die Beamten auf Verstärkung warteten, war eine endlose Tirade der immer gleichen Beleidigungen. Ein Twitter-Nutzer kommentierte prompt: „Das man mit so nem beschränkten Wortschatz Rapper ist, wirft kein gutes Licht auf diese Szene...“ Losenksy schrie den Beamten an: „Du kannst nicht lauter reden als ich, du hast keine Autorität, du bist ein Witz. Du bist für mich gar nicht zuständig, bei mir kommt sonst das SEK.“ Auch die zwei zusätzlichen Beamten, die nach etwa sechs Minuten eintrafen, wurden vom Rapper lautstark beschimpft und beleidigt, inklusive der Androhung körperlicher Gewalt.

Mehrfach forderte Losensky die Beamten auf, sein Fahrzeug zu durchsuchen, sein Führerschein sei da drin. Warum er ihn dann bei der Kontrolle nicht vorgezeigt habe, darauf antwortete er: „Weil ich dir gar nix zeigen muss.“ Der „Berliner Zeitung“ zufolge sei der Wagen nach dem Eintreffen der Verstärkung tatsächlich durchsucht worden. Gefunden werden konnte aber wohl nur ein abgelaufener Führerschein. Auch habe Losensky der Zeitung ein Schreiben präsentiert, das belegt, dass er bereits seit Ende Juni einen neuen Führerschein habe. Nur dass er diesen noch nicht beim Amt abgeholt habe. Auf die Frage der Zeitung, warum er dies den Beamten nicht einfach gesagt habe, verteidigt Losensky sein Verhalten: „Ich habe das als Schikane empfunden.“

(chal)