Radon-Belastung: Behörde installiert Messgeräte in deutschen Wohnungen

Behörde will Radon-Belastung messen : Warum Sie bald ein Messgerät in ihrer Wohnung finden könnten

Wie stark ist die Radon-Belastung in deutschen Wohnräumen? Genau das will das Bundesamt für Strahlenschutz jetzt herausfinden und installiert Messgeräte in 6000 zufällig ausgewählten Wohnungen.

Das teilte die in Salzgitter ansässige Behörde am Montag mit.

Radon entsteht durch den Zerfall von Uran im Erdreich und kann von dort unbemerkt über Ritzen und Spalten in Gebäude gelangen. Mit steigender Radon-Konzentration in Innenräumen nimmt das Lungenkrebs-Risiko zu. Nach dem Rauchen sei Radon der größte Risikofaktor für diese Krebsart, sagte die Präsidentin des Bundesamtes, Inge Paulini.

Die geplante Studie soll die Datengrundlage für ein künftiges Gesetz zur Verringerung der Radon-Belastung verbessern. In den kommenden Tagen sollen Haushalte im gesamten Bundesgebiet angeschrieben und darum gebeten werden, an der Studie teilzunehmen. Wer sich für eine Teilnahme entscheidet, erhält im Sommer zwei kleine Dosen, in denen sich die Messeinrichtung befindet, und stellt sie für ein Jahr in die Wohnung. Da die Radon-Belastung mit den Jahreszeiten schwankt, sei diese lange Messdauer erforderlich, hieß es.

(felt/epd)
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