Prozess in Osnabrück: Patient soll Zimmernachbarn in Klinik verbrannt haben

Vorfall in Georgsmarienhütte : Patient soll Zimmernachbarn aus Ärger verbrannt haben

Ein 56-Jähriger aus Niedersachsen ist wegen Mordes angeklagt worden, weil er während eines Krankenhausaufenthalts seinen Zimmernachbarn aus Ärger bei lebendigem Leib verbrannt haben soll.

Dem Mann werde zur Last gelegt, seinem krankheitsbedingt wehrlosen Opfer die Bettdecke über den Kopf gezogen und diese mit Brandbeschleuniger getränkt zu haben, teilte die Staatsanwaltschaft Osnabrück am Donnerstag mit.

Anschließend soll der Mann demnach die Bettdecke entzündet und versucht haben, das Klinikgelände mit einem Taxi zu verlassen. Er wurde aber festgenommen und befindet sich auf gerichtliche Anordnung derzeit in einem psychiatrischen Krankenhaus. Die Tat ereignete sich im August in einer Klinik in Georgsmarienhütte.

Die Krankenhausmitarbeiter waren damals durch einen Rauchmelder in dem Zimmer alarmiert worden und hatten die Feuerwehr gerufen. Diese verhinderte eine Ausbreitung von Flammen und Rauch. Der 78-jährige, fast bewegungsunfähige Zimmernachbar des mutmaßlichen Täters starb.

Laut Staatsanwaltschaft soll der Beschuldigte aus "Verärgerung" über sein Opfer gehandelt haben. Der Mann selbst äußerte sich demnach bislang nicht. Er ist neben Mordes auch wegen Brandstiftung angeklagt. Über die Eröffnung eines Prozesses muss das Landgericht Osnabrück entscheiden.

(felt/AFP)
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