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Unfall auf der A5: Porsche-Testfahrer stirbt auf Autobahn

Unfall auf der A5 : Porsche-Testfahrer stirbt auf Autobahn

Frankfurt/Main (RPO). Tödlicher Unfall auf der A5 bei Darmstadt: Ein Testfahrer des Sportwagenherstellers Porsche raste gegen 2.45 Uhr in die Mittelleitplanke. Der 51-jährige Fahrer starb noch am Unfallort. Die Ursache für den Unfall ist noch unklar.

Im Bereich der Unfallstelle habe es keine Geschwindigkeitsbegrenzung gegeben, sagte ein Polizeisprecher. Die Autobahn in Richtung Süden musste wegen den Bergungsarbeiten, die bis etwa 07.00 Uhr andauerten, zeitweise voll gesperrt werden. Davon betroffen war auch der Gegenverkehr in Richtung Frankfurt. Von der Staatsanwaltschaft Darmstadt wurde zur Klärung der Unfallursache ein Gutachter eingeschaltet. Der Schaden wird auf mehrere zehntausend Euro geschätzt.

"Er war ein erfahrener Fahrer"

Porsche-Sprecher Dirk Erat bestätigte, dass der Verunglückte im Auftrag des Unternehmens unterwegs war. "Er war ein erfahrener Fahrer und seit 25 Jahren Testfahrer." Bei dem Fahrzeug handele es sich um einen 911-er Cabriolet-Testwagen. "Es war ein Alleinunfall", sagte Erat. In der Nacht sei mit dem Unfallwagen noch ein zweites Fahrzeuge für Porsche unterwegs gewesen.

Der auf den verunglückten Wagen folgende Panamera-Fahrer sei jedoch nicht in den Unfall verwickelt gewesen. Die Fahrer seien nachts unterwegs gewesen, weil es sich um einen Straßendauerlauftest gehandelt habe. "Es war kein Hochgeschwindigkeitstest. So etwas führen wir nicht auf öffentlichen Straßen durch", betonte der Porsche-Sprecher.

Unfälle von Mercedes-Testfahrern sorgten für Aufsehen

In der Vergangenheit sorgten Unfälle von Testfahrern auf öffentlichen Straßen immer wieder für Aufsehen und Empörung. Im Jahr 2005 wurde ein Mercedes-Testfahrer wegen eines tödlichen Unfalls in Schweden zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe und einer Geldbuße verurteilt, nachdem er bei einer Fahrt ins nordschwedische Testgelände Arjeplog in einer Kurve von der Straße abgekommen war, und eine Frau erfasst und getötet hattet.

Im Jahr 2004 wurde ein anderer Mercedes-Testfahrer verurteilt, der auf der A5 zwischen Karlsruhe und Bruchsal mit Tempo 220 bis 250 auf einen Kleinwagen zugerast war und die Fahrerin dabei so erschreckt hatte, dass sie ins Schleudern kam und auf einen Baum am Straßenrand prallte. Bei dem Unfall kamen die 21-Jährige und ihre zweijährige Tochter ums Leben. Der Mann erhielt ein Jahr Haft auf Bewährung und eine Geldstrafe. Er selbst bestritt, zum fraglichen Zeitpunkt am Unfallort gewesen zu sein.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Porsche-Testfahrer rast in den Tod

(AP)