Nach Fußball-Krawallen in Italien: Polizeigewerkschaft warnt vor Hooligans in Deutschland

Nach Fußball-Krawallen in Italien : Polizeigewerkschaft warnt vor Hooligans in Deutschland

Osnabrück (RPO). Auch in Deutschland sind schwere Krawalle wie im italienischen Fußball möglich - das zumindest glaubt die Gewerkschaft der Polizei (GdP). "In Teilen Deutschlands ist die Gewaltbereitschaft erschreckend groß", sagte GdP-Vorsitzender Konrad Freiberg.

Es habe sich in den vergangenen Jahren im Amateurfußball eine radikale Hooligan-Szene entwickelt, die schnell außer Kontrolle geraten könne.

Für den GdP-Chef ist es deshalb "höchste Zeit, hier energisch gegenzusteuern, um keine italienischen Verhältnisse zu bekommen", so Freiberg zur "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Freiberg sieht dabei in erster Linie den DFB und die Vereine gefordert: "Klar ist, dass bei der Polizei personell das Ende der Fahnenstange erreicht ist." Für die Sicherheit in unteren Ligen müssten Verbände und Vereine mit Fan-Projekten, strengen Einlasskontrollen und drakonischen Maßnahmen, etwa lebenslangen Platzverboten, schon selbst sorgen.

Freiberg hält aber auch eine striktere Gangart des Staates für notwendig: "Wichtig ist, dass Krawallmacher schneller abgeurteilt werden. Sie sind nur zu beeindrucken, wenn die Strafe auf dem Fuße folgt."

Unerlässlich für eine effektive Strafverfolgung sei zudem, dass Randalierer aus dem Amateurfußball konsequenter in die bundesweite Hooligan-Datei Eingang fänden.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Welle der Gewalt im italienischen Fußball

(afp)
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