Todesursache und Identität unklar: Polizei findet weitere Leichenteile in Hamburg

Todesursache und Identität unklar : Polizei findet weitere Leichenteile in Hamburg

Einen Tag, nachdem ein Spaziergänger einen Arm entdeckt hatte, hat die Polizei weitere Leichenteile im Naturschutzgebiet Höltigbaum in Hamburg gefunden. Vermutlich handelt es sich um einen 50-jährigen Mann. Genaues wissen die Beamten aber noch nicht.

Bis in die Morgenstunden hatten die Beamten das Gelände um den Fundort im Stadtteil Rahlstedt abgesucht und dabei weitere vergrabene Gliedmaßen und Knochen gefunden, wie die Polizei am Montag mitteilte.

Bei den Leichenteilen handelt es sich nach ersten Erkenntnissen um die Überreste eines Mannes, der älter als 50 Jahre ist. Die genaue Identität war zunächst weiter unklar.

Auffällig ist, dass das Gebiss des Mannes nahezu zahnlos ist. Im Oberkiefer wurden den Angaben zufolge gar keine Zähne gefunden, im Unterkiefer lediglich überkronte Frontzähne.

Wegen der fortgeschrittenen Verwesung der Leiche konnte bislang keine Todesursache festgestellt werden. Die Polizei geht aber davon aus, dass der Mann getötet wurde. Mordkommission und Staatsanwaltschaft sind eingeschaltet.

Hubschrauber und Wärmebildkamera im Einsatz

Ein Spaziergänger hatte am Sonntag einen abgetrennten Arm auf einer Wiese des Naturschutzgebiets im Nordosten Hamburgs gefunden. Später wurden weitere Leichenteile entdeckt. Der Fundort wurde weiträumig abgesperrt, Leichenspürhunde des Arbeiter-Samariter-Bundes waren im Einsatz. Auch suchte der Polizeihubschrauber aus Niedersachsen den Fundort mit einer Wärmebildkamera ab und machte Übersichtsaufnahmen.

Das weitläufige und hügelige Naturschutzgebiet Höltigbaum ist ein länderübergreifendes Gebiet auf der Grenze zwischen Hamburg und Schleswig-Holstein. Lange Zeit wurde das Gelände als Truppenübungsplatz genutzt.

Fehlende Landwirtschaft hat nach Angaben der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein dafür gesorgt, dass seltene Tier- und Pflanzenarten dort erhalten geblieben sind.

(APD)