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Polizei ermittelt wegen Ufo am Flughafen Bremen

"Wissen immer noch nicht, was das war" : Polizei ermittelt wegen Ufo am Flughafen Bremen

Ein unbekanntes Flugobjekt hat Passagieren am Bremer Airport einen Strich durch ihre Reiseplanungen gemacht. Wie der Flughafen in der Nacht zum Dienstag mitteilte, tauchte "ein fliegendes Etwas" am Montagabend mehrmals kurzzeitig auf dem Radar der Flugsicherung auf.

Die Flugsicherung hatte am Montagabend ein unbekanntes Flugobjekt auf dem Radar entdeckt. Erst drei Stunden später verschwand es wieder. Auch zwei Polizisten sahen ein leuchtendes Objekt am Himmel. Ein aus Niedersachsen angeforderter Hubschrauber konnte allerdings nichts finden.

Eine Sprecherin der Deutschen Flugsicherung (DFS) sagte dem Sender "Radio Bremen", ein Lotse im Tower des Flughafens habe außerdem ein "ganz normal beleuchtetes" Objekt gesichtet, das aber weder auf dem Radar zu sehen gewesen sei noch im Funkkontakt mit der Flugaufsicht gestanden habe.

Ein Flug aus Frankfurt musste gestrichen werden, eine weitere Maschine aus München wurde nach Hannover umgeleitet. Ein Flieger aus Paris musste über Bremen kurze Zeit in der Luft ausharren, ehe er landen konnte. Wegen der Streichung des Frankfurt-Fluges am Abend sollte auch der erste Flug am Dienstagmorgen zurück nach Frankfurt gestrichen werden, hieß es vonseiten des Flughafens.

Ufo in Zwickau war ein Zeppelin

"Wir wissen immer noch nicht, was das war. Aber es war was da", sagte ein Bremer Polizeisprecher. Möglicherweise könne es sich um ein drohnen- oder ballonartiges Fluggerät gehandelt haben. Das Ufo hat jetzt Ermittlungen der Polizei wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr ausgelöst.

"Das ist eine Straftat und kann mit einer Geldstrafe oder bis zu fünf Jahren Gefängnis bestraft werden", sagte Sprecher Nils Matthiesen am Dienstag. Die Polizei hofft nun auf Zeugenaussagen, die helfen, den Fall aufzuklären.

Werder Bremens Trainer Robin Dutt, der am Mittwoch von Bremen ins spanische Trainingslager nach Jerez de la Frontera fliegen will, witzelte: "Wir müssen aufpassen, dass wir nicht auf einem fremden Planeten landen."

Am Sonntag war in der sächsischen Gemeinde Neumark bei Zwickau ein zunächst nicht identifiziertes Fluggerät auf dem Feld hinter dem Haus eines Mannes gelandet. Stunden später entpuppte es sich als ein ferngesteuerter Modell-Zeppelin.

(dpa)