Täter erbeuteten bei Turnier rund 250.000 Euro: Poker-Räuber stellt sich der Polizei

Täter erbeuteten bei Turnier rund 250.000 Euro: Poker-Räuber stellt sich der Polizei

Berlin (RPO). Elf Tage nach dem spektakulären Überfall auf ein Pokerturnier im Berliner Hotel Grand Hyatt hat sich einer der vier Täter der Polizei gestellt. Der 21 Jahre alte Mann soll zudem im Beisein seines Anwalts gestanden haben, dass er zu der Bande gehöre, die das Turnier am 6. März überfallen hatte.

Ein Polizeisprecher bestätigte am Mittwoch auf ddp-Anfrage, dass sich am Montag ein 21 Jahre alter Mann im Beisein seines Anwalts der Berliner Staatsanwaltschaft gestellt habe. Ob der Mann seine Tatbeteiligung an dem Überfall zugegeben hat, wollte der Polizeisprecher nicht bestätigen. Die Polizei kündigte an, dass im Laufe des Tages weitere Details bekannt gegeben würden.

Die "Bild" berichtet, dass der Mann seine Tat-Beteiligung bereits zugegeben habe. Über die Beute von 242.000 Euro und seine Komplizen habe er kein Wort verloren, berichtet das Blatt weiter.

Bei dem Überfall hatten die mit Macheten und einem Revolver bewaffneten Gangster einen Wachschützer überrannt und unter den rund 400 anwesenden Teilnehmern eine Massenpanik ausgelöst.

Dabei hatten sich mehrere Menschen leicht verletzt. Einem Wachmann war es kurzzeitig gelungen, einen der Täter zu überwältigen und ihm einen Großteil der Beute abzunehmen. Ein Komplize befreite den Mann aber.

  • Überfall auf Poker-Turnier

Die Räuber flohen über den Potsdamer Platz in Richtung der Arkaden. Bei dem Überfall wurde die Bande, die Fingerabdrücke und DNA am Tatort hinterließen, gefilmt.

Dem Bericht zufolge sitzt der mutmaßliche Poker-Räuber bereits seit Montagabend in Untersuchungshaft. Die Polizei hat die anderen Täter angeblich längst im Visier. Ein Beamter sagte dem Blatt: "Wir wissen genau, wen wir suchen. Früher oder später gehen uns auch diese Typen ins Netz."

Einen Tatverdächtigen mussten die Beamten am vergangenen Wochenende nach weniger als 24 Stunden in Haft wieder laufen lassen. Nach Angaben seines Anwalts hatte der 28-jährige Mann für die Tatzeit ein Alibi. Einem von Polizei und Staatsanwaltschaft nicht bestätigten Zeitungsbericht zufolge wurde der Mann, der in Schöneberg festgenommen worden war, Opfer einer Verwechslung.

(DDP/top)